Musik-Umfrage: Das hören Deutschlands Autofahrer am Steuer – Musikhören am Steuer. Die meisten setzen dabei wenig überraschend auf eine Berieselung mit Popmusik. Das zeigt eine neue Umfrage von YouGov, welche im Auftrag von „heycar“ Deutschland durchgeführt wurde. Demnach ziehen 43 Prozent aller Autofahrer beider Geschlechter am Steuer Popmusik vor. Dafür überraschen die anderen Zahlen aus der Befragung umso mehr.

2.918 Personen wurden für die Umfrage zu ihren Musikgewohnheiten am Steuer befragt. Hinsichtlich der Fahrzeugmarken zeigten sich dabei mitunter gravierende Unterschiede: 19 Prozent der Audi-Fahrer etwa bevorzugen Hip-Hop und Rap, ihnen dichtauf mit 15 Prozent jene, die Mercedes fahren. Andere Fahrer von Audi, Mercedes-Benz und BMW schwören auf klassische Musik, 11 Prozent der Ringträger-Fahrer mögen es demnach feinsinnig. 9 Prozent der Benz-Fahrer hören Klassik, so wie immerhin 8 Prozent derer, die am BMW-Steuer sitzen.

Hoch im Kurs bei Ford-Fahrern:

Schlager (19 Prozent) und Country (10 Prozent). Für Alternative & Indie begeistern sich vor allem Toyota-Fahrer, hier beträgt die Quote 12 Prozent. Für manche, die wohl vor allem skandinavische Autos als besonders beliebte musikalische Austragungsorte unter den Metallern erwartet hätten, möglicherweise eine Überraschung: In Sachen Pommesgabel und harte Riffs sind die Fahrer von Dacias mit 17 Prozent ganz vorne. Wenn Classic Rock aus den Boxen erschallt, so tut er dies bei 22 Prozent der Renault-Fahrer.

7 Prozent von diesen hören auch schon mal Punkrock – insbesondere, wenn sie eine Kleinwagen-Variante fahren. Die größte Musikvielfalt herrscht übrigens am BMW-Steuer vor, dort sind nahezu alle Richtungen bei den Besitzern vertreten: Pop, Rock, Hip-Hop, Klassik oder Weltmusik. Bei 14 Prozent der BMW-Fahrer schallen aus den Boxen aber auch gerne Techno, Dance und House, zudem mögen es vor allem die Fans der Bajuwaren, Podcasts und Hörspiele am Steuer zu hören.

Damit bilden sie eine Minderheit:

Denn obwohl Hörspiele und Podcasts hierzulande boomen, hören sich nur zwei Prozent der befragten Autofahrer solche Sprechformate am Steuer an. Bei den BMW-Fahrern sind es immerhin 5 Prozent. Umso deutlicher wird: Wer am Steuer sitzt, entscheidet, was im Auto läuft, das zeigte die Umfrage mit einer überwältigenden Mehrheit von 86 Prozent der befragten Personen. Gerade mal bei 6 Prozent dürfen im Auto die Beifahrer entscheiden, was aus den Boxen kommt.

Streit aufgrund der Musikauswahl gibt es dennoch kaum, 63 Prozent gaben an, dazu käme es (fast) nie, 21 Prozent sagten, dies sei selten der Fall. Demgegenüber: 5 Prozent, die offen einräumten, sich wegen der Musik im Auto zu zoffen. Das Temperament der Musik kann sich hingegen auf den Innenraum auswirken, knapp jede zehnte befragte Person räumt ein, dass sie sich vom Rhythmus der Musik dazu mitreißen lässt, je nach Tempo der Rhythmen mehr oder weniger aufs Gaspedal zu treten.

Bei Skoda- und BMW-Fahrern kommt das mit 18 beziehungsweise 16 Prozent demnach am häufigsten vor. Eine vollständige Aufschlüsselung der Umfrage mit weiteren Details findet ihr übrigens hier.