München hängt Stuttgart und Ingolstadt ab: BMW führt den Markt der Premiummarken an – BMW nutzt die schwächelnden Absatzzahlen von Audi und Daimler und zieht an seinen Konkurrenten vorbei – kein anderer Premium-Autohersteller hat 2021 so viele Fahrzeuge verkauft, wie der Konzern aus München.

Insgesamt war das letzte Jahr mit gerade einmal 2,62 Millionen Neuzulassungen für die deutschen Autobauer ein herber Schlag und das schlechteste seit 2010. Das betraf auch das Premiumsegment – von BMW einmal abgesehen. Dort setzte man in der Kernmarke nämlich 2,2 Millionen Autos ab, und damit gut 10 Prozent mehr als noch im Jahr davor.

Mit einem Minus von fünf Prozent landete Daimler mit 2,05 Fahrzeugen auf Platz zwei. Im Hause Audi verkaufte man 2021 1,68 Millionen Fahrzeuge, was einem Absatzminus von 0,7 Prozent im Vergleich zum ersten Corona-Jahr 2020 darstellt.

Im ersten Halbjahr stand bei dem Drittplatzierten noch alles auf Rekordkurs.

Doch dann kam die Chipkrise und der Absatz brach im vierten Quartal um gut ein Drittel ein. Wie andere Hersteller auch hatte sich Audi vor dem Hintergrund der globalen Halbleiterknappheit dazu gezwungen gesehen, die Produktion immer wieder zu stoppen.

Bei BMW lief es diesbezüglich glimpflicher ab, was aus Sicht von Experten auf die besseren Beziehungen der Münchner mit ihren Lieferanten zurückzuführen ist.

Während Audi auf dem Heimatmarkt Deutschland ein Minus von 15,6 Prozent einstecken musste, konnte man in den USA fünf Prozent mehr an den Kunden bringen. Ein großes Plus in Höhe von stolzen 57,5 Prozent hat Audi zudem in Sache E-Autos zu verzeichnen – 81.894 Stromer konnten verkauft werden.

Zahlen, die noch steigen dürften, hat Audi doch angekündigt, bis 2025 mehr als 20 vollelektrische Modelle anbieten zu wollen. Ab 2026 will man zudem keine neuen Verbrenner mehr auf den Markt bringen.

Audi-Vertriebschefin Hildegard Wortmann resümiert: „Wenngleich die Halbleiterversorgung auch in den kommenden Monaten angespannt bleiben wird, gibt uns das kräftige Wachstum bei den Auslieferungen der E-Modelle Rückenwind für die weitere entschlossene Umsetzung unserer Roadmap.“

Quelle: tagesschau.de