Milliardär rast mit Bugatti Chiron mit 417 km/h über A2 – Das nun folgende Video polarisiert, es spaltet die Gemüter gerade angesichts laufender Debatten über ein Tempolimit auf der deutschen Autobahn. Zu sehen ist ein Video, welches die enorm rasante Fahrt eines Bugatti zeigt, der mit atemberaubenden 417 Stundenkilometern über die Autobahn jagt. Gefahren von einem Milliardär, der sich nun von Seiten einiger Portale und Sender die Frage gefallen lassen muss, ob er Menschenleben gefährdet hat.

Unter seinem Video dankt der tschechische Milliardär Radim Passer zudem in antiautoritären Worten dem Reformer Martin Luther, der sich in seinem „Hunger nach Wahrheit“ nur dem „Gehorsam gegenüber dem Wort Gottes“ verpflichtet fühlte, aber nicht „den Traditionen des Menschen“. Luther habe mit seinem Wort gegen Tyrannei und Unterdrückung gestanden, schreibt Passer weiter – selbst wenn es ihn das Leben kosten sollte. Worte, die man als Haltung gegen jede Einschränkung durch Gesetze oder (Verkehrs-)Regeln lesen könnte?

Passer bezieht sich auch auf Luthers Werk „Die große Kontroverse“.

Das Buch zeige, was in unserer Zeit heute passiere und wohin „die Reise ginge“, schreibt Passer. All diese Worte fand der Milliardär im Kontext seines „Geschwindigkeitstests“, der auf der Autobahn in der Nähe von Wittenberg stattfand – also jener Stadt, in der Luther seine 95 Thesen der Reformation an die Pforte der Schlosskirche genagelt haben soll. Doch warum das alles? Vor sechs Jahren unternahm Passer bereits einen selbsternannten „Geschwindigkeitstest“ bei Wittenberg.

Laut eigenen Aussagen wiederholte er die Aktion im Juli 2021 an einem frühen Sonntagmorgen, dieses Mal im Bugatti Chiron – neben anderen Wagen wie dem Porsche 911 Turbo, Lamborghini Aventador und dem Bentley Flying Spur, welche er laut Text in einem weiteren Video präsentiert. Auf der A2 gab Passer auf einer zehn Kilometer langen, dreispurigen Geraden Vollgas – und peitschte den Chiron auf 417 km/h.

Vollgas aus religiösen Gründen?

Laut seinem Text ginge es dem Milliardär nicht nur um den reinen Temporausch, sondern auch darum, den Betrachtern des Videos das Verhältnis zu Gott und Jesus Christus nahezubringen. Sein Tempo wurde laut dem Magazin „Carscoops“ durch GPS verifiziert, er ist diese Geschwindigkeit also tatsächlich gefahren. Obgleich Passer unter seinem Video angibt, dass der Sicherheit bei dem Versuch die höchste Priorität zugekommen sei, sieht man doch, dass der Abschnitt der A2 nicht leer war.

Hier liegt der Knackpunkt der Kritik, die Passer zuteil wurde: Deutlich ist zu erkennen, dass bei Tempo 413 bis 417 km/h die anderen Fahrzeuge trotz ihrer eigenen Geschwindigkeit wirken, als stünden sie regelrecht still, mancher stellt die Frage, was passiert wäre, wäre der 1500-PS-Hypercar ausgebrochen oder einer der Wagen auf die Linke Spur gezogen. Selbst ein gelber Porsche verblasst im Vorbeiziehen regelrecht.

Wir überlassen es euch, euch mit diesem Video selbst einen Eindruck von der Hochgeschwindigkeitsfahrt zu machen.

Quelle: carscoops.com