Wer kennt das nicht: Man war einen Tick zu schnell unterwegs, rast an einer Blitzanlage vorbei und einige Wochen später flattert der Bescheid ins Haus. Schaut man sich dann die Geschwindigkeit auf dem Papier an, fragt man sich oft: War ich wirklich so flott unterwegs!? So muss es auch einem Fahrer aus Belgien gegangen sein, als er seinen Fetzen über unglaubliche 696 Stundenkilometer bekommen hatte.

Jedoch war der Mann keineswegs in einem Kunstflug-Düsenjäger oder einer Verkehrsmaschine unterwegs, sondern lediglich in einem typischen Opel Astra von der Stange. Auf Basis der Geschwindigkeit hatte das Amt natürlich auch gleich eine passende Geldstrafe ermittelt: Schlappe 6597 Euro sollte der Fahrer abführen, um für diese wohl unerreichte Rekordgeschwindigkeit belangt zu werden.

Die war im Ort Quiévrain „ermittelt“ worden, wo wie in Deutschland innerorts nur 50 km/h erlaubt sind. Nachdem die absurde Sachlage in einem Facebook-Posting bekanntgeworden war, schaltete sich auch die belgische Polizei ein – sie konnte ermitteln, dass der Verkehrssünder tatsächlich zu schnell unterwegs gewesen war: 60 km/h. Ein Code am Messgerät war falsch eingegeben worden und das hatte die Geschwindigkeit von 696 km/h ausgespuckt.

Ein wunderbares Beispiel für bürokratischen Irrsinn, das man sich auf der Zunge zergehen lassen sollte. Liest wohl wirklich niemand gegen, solche Bescheide?

Quelle: bild.de