Eigentlich kennen wir die Funktion des Autopiloten nur aus Scifi-Filmen, wie sie regelmäßig im Kino laufen. Doch das automatisierte Fahren ist schon lange keine Utopie mehr, wie Eberhard Kaus, Entwickler bei Mercedes, mit seinem Dienstwagen stolz unter Beweis stellt.

Gekonnt fährt das Forschungsfahrzeug für den Autopiloten um enge Kurven, achtet auf Verkehrsschilder und Ampeln, versteht Fahrbahnmarkierungen und reagiert auf Gefahren. Und das alles, während der Fahrer die Hände gemütlich in den Schoß legen kann.

Die Technik, die hinter dem Autopiloten steckt, verarbeitet ganze 300 Gigabyte an Daten pro Stunde, aufgenommen durch diverse Kameras, die das volle Sichtfeld der auf den Namen „Bertha“ getauften S-Klasse abdecken. Während der Testfahrten wirkt „Bertha“ wie ein Fahrschüler, nutzt defensiv die Lücken im Gegenverkehr aus und verliert dabei nie den Überblick.

„Wir wollten wissen, wie weit wir schon sind, und lernen, welche Aufgaben wir noch lösen müssen“, erklärt der Forschungschef von Mercedes, Ralf Herrtwich. „Und statt zu theoretisieren oder ausschließlich auf unseren Testgeländen zu bleiben, haben wir uns gesagt: Wir probieren das jetzt einfach mal aus.“