„Der fährt Mercedes, der hat ja eingebaute Vorfahrt.“ Solche und ähnliche Klischees kennt wohl jeder Autofahrer, sie sind weit verbreitet. Doch ist da wirklich etwas dran? Gibt es „den typischen Fahrer“ für eine jeweilige Marke? Eine Studie hat sich dieses Themas angenommen und die Images der Fahrer der am meisten verbreiteten Marken aus Befragungen der Deutschen erarbeitet. Doch gibt es auch einen Durchschnitt?

Ja, der ist laut den Ergebnissen der Untersuchung männlich, um die 40 Jahre alt, arbeitet im Mittelstand und verdient monatlich 2900 Euro netto – zumindest nach der Vorstellung der Deutschen. Doch wen erwartet der Bundesbürger denn nun am Steuer einer jeweiligen Marke? Vorhang auf für die Übersicht, wie sich die Deutschen die typischen Fahrer bestimmter Marken vorstellen:

Von arroganten Audi-Fahrern…

Audi-Fahrer sind Männer, sportlich und attraktiv mit einem mittelständischen Einkommen. Doch sind nicht die Elite, verdienen eher mittelständisch und sollen arrogant sein. Etwas, das auch BMW-Fahrern nachgesagt wird. Sogar noch mehr als der Audi-Fraktion. Nur dass die Fans der bayerischen Kutschen noch mehr auf die Umwelt pfeifen, noch jünger und schlanker sind als der Audi-Fan. Dafür sollen sie auch ärmer sein.

Apropos arm: Wer DACIA fährt, lebt lt. Studie am Minimum – ist aber ansonsten Durchschnitt und bescheiden. Das lässt sich über Ferrari-Fahrer natürlich nicht sagen: Niemand ist arroganter, niemand ist mehr Mann – kaum jemand stellt sich Frauen als Besitzer einer solchen Edelkarosse vor. Er verdient extrem gut, ist schlank und sportlich, hat einen tollen Job – und die Umwelt ist ihm wurst.

Fröhliche Frauen schwören hingegen auf den Fiat – und auch so mancher gutgelaunte Mann. Wer den fährt, ist weltoffen, noch jung und kommt mit wenig aus. Keiner der Befragten vermutet hinter Fiat-Fahren hingegen Erfolg, das Einkommen wird so niedrig geschätzt wie das der Dacia-Fraktion. Ford fährt hingegen, wer im mittleren Alter ist und auch in Sachen Berufserfolg eher Mittelmaß. Aber hey, dafür sind die Fahrer weder attraktiv noch sportlich. Bescheidener Durchschnitt.

… fröhlichen Mini-Fans…

Ebenso durchschnittlich wie die, die Hyundai fahren. Die Fahrer sind lt. Umfrage aber noch unattraktiver und unsportlicher als Ford-Fahrer. Einkommen und beruflicher Stand liegen aber weit unter dem Schnitt. Ganz im Gegensatz zu Jaguar-Besitzern, die fast immer Männer mit hohem Einkommen sind. Was an ihrem beruflichen Erfolg liegt – und damit einher geht eine gehörige Arroganz. Klar, dass sie auf die Umwelt pfeifen sollen.

Noch weniger umweltbewusst: Mercedes-Fahrer: Auch ansonsten ist die Meinung der Deutschen gefestigt: Arrogante Spießer, wenig sportlich, ernst und nicht positiv besetzt. Dafür aber wohlhabend. Keine Überraschungen. Wer Mini fährt, ist weiblich, attraktiv, sportlich und schlank. Zudem fröhlich und weltoffen – was zu Lasten des Geldes geht. Ebenso wie bei der Opel-Fraktion, die in jeder Hinsicht den Durchschnitt bedienen soll – spießiger und ernster als der Schnitt, aber auch bescheidener.

Frauen mögen den Peugeot: Bescheidene Frauen, wohlgemerkt, die nicht viel verdienen. Ansonsten Durchschnitt. Das genau Gegenteil des Porsche-Fahrers: Erfolgreich, sehr wohlhabend – aber im Arroganz-Level auf Platz 2, direkt hinter der Ferrari-Fraktion. Die schlanken, sportlichen Porsche-Jünger scheren sich nicht um die Umwelt. Renault-Fahrer sind hingegen wie Peugeot-Fahrerinnen, nur eben männlich, einen Tick älter und noch bescheidener.

… und dem VW-Durchschnitt.

Bescheidenheit ist auch eine Tugend der Seat-Fahrerinnen, die schlank und fröhlich sind, und die es nicht stört, dass sie nicht viel verdienen. Smart-Fahrerinnen gleichen hingegen Mini-Fahrerinnen, haben einfach nur nicht so viel Geld und einen Job mit weniger Status. Anders als Tesla-Fahrer, die durch entsprechendes Einkommen und Erfolg glänzen. Klar, dass für sie Umweltbewusstsein ganz weit oben auf ihrer persönlichen Liste steht, sie schlank und einigermaßen sportlich sind – und entsprechend arrogant.

Etwas, das man vom Toyota-Besitzer nicht sagen kann. Der ist zwar auch umweltbewusst, aber vor allem fröhlich und weltoffen. Klassischer Mittelstand, der aber nicht ganz so viel verdient wie der Durchschnitt. Apropos: Als hätte er es geahnt, kommt genau jetzt der VW-Fahrer. Fast alles im Mittelwert, nur etwas bescheidener und ein wenig spießiger als seine Zeitgenossen, dafür aber überraschenderweise unterdurchschnittlicher verdient.

Etwas, das er mit dem ernsten Volvo-Fahrer teilt. Der ist nicht mehr ganz so sportlich, nicht ganz so attraktiv und älter, dafür aber umweltbewusster. Im Job bekleidet er eher mittlere Positionen – und verdient dementsprechend genau den Durchschnitt.

Quelle: focus.de