Helden auf der Autobahn: Mann bremst bewusstlose Fahrerin aus – Auf der A4 in Thüringen wäre es kürzlich beinahe zu einem Drama gekommen, welches nur dank des Heldenmutes eines siebenjährigen Kindes und eines 29-jährigenMannes verhindert werden konnte. Mitten auf der Autobahn geschah einer Mutter (22) nämlich so ziemlich das Schlimmste, was passieren kann: Sie wurde am Steuer ihres Fahrzeuges ohnmächtig.

Der Vorfall ereignete sich auf der Autobahn zwischen Gotha und Wandersleben

Wie die Polizei später mitteilte, wurde ein Autofahrer beim Überholen darauf aufmerksam, dass die Fahrerin offensichtlich ein medizinisches Problem hatte und infolgedessen das Bewusstsein verlor. Mit an Bord: ein siebenjähriges Kind.

Denis Gebhardt, so der Name des Fahrers, sollte später zu Protokoll geben, dass er in seinem Skoda auf der A4 in Richtung Erfurt unterwegs war, als ihm auffiel, dass ein roter Opel vor ihm von der rechten auf die mittlere Spur schlingerte.

„Die Warnblinker leuchteten - ich wusste: Da stimmt etwas nicht“, erklärte der Weimarer Bundeswehr-Oberstabsgefreite laut „Bild“. Also fuhr er an den Wagen herun, nur um festzustellen, dass der Kopf der Fahrerin nach hinten gekippt war.

„Sie war bewusstlos.“

Ohne zu Zögern drängte Gebhardt den Opel daraufhin zurück auf die rechte Spur, setzte sich vor den Pkw und bremste ihn von 80 km/h runter, bis der Motor ausging. Das Manöver gelang, und der Wagen konnte gestoppt werden, ohne dass jemand verletzt wurde.

Gebhardt parkte daraufhin auf dem Seitensteifen, um die bewusstlose Fahrerin aus dem Wagen zu holen und in die stabile Seitenlage zu bringen, bis Hilfe eintraf.

Doch das war nicht die einzige Heldentat

Das siebenjährige Kind im Wagen der Frau war doch tatsächlich so geistesgegenwärtig, nach vorne zu klettern, um die Warnblinkanlage einzuschalten und andere Autofahrer dadurch zu warnen.

Die dehydrierte Frau kam ins Krankenhaus und wird sich sicherlich darüber gefreut haben, dass lediglich ein leichter Sachschaden an beiden Wagen entstanden ist. Nicht auszudenken, was ansonsten alles hätte passieren können …
 

Quelle: focus.de