Längere Probezeit: Regierung plant Verschärfungen für Fahranfänger – Fahranfängern wird vonseiten der Politik viel Aufmerksamkeit zuteil, weisen diese doch hierzulande das höchste Unfallrisiko auf. Bisherige Maßnahmen, daran etwas zu ändern, wie etwa das begleitete Fahren oder die Nulltoleranz in Sachen Alkohol, haben nicht gefruchtet, weshalb nun von weiteren Verschärfungen die Rede ist.

Einem Bericht der „Rheinischen Post“ zufolge sei eine „umfassende Reform“ in Planung, dank der die Verkehrsminister der Länder für mehr Sicherheit bei jungen Autofahrern sorgen wollen.

Dazu ist unter anderem vorgesehen, dass die Probezeit für Fahranfänger nicht mehr zwei, sondern künftig drei Jahre betragen soll.

Allerdings ist etwa vier Monate nach dem Bestehen der Führerscheinprüfung eine Reduzierung der Probezeit auf zwei Jahre möglich, wenn der Betreffende zwei sogenannte „Feedbackfahrten“ à 90 Minuten absolviert. Auch spezielle Fahrsicherheitstrainings sollen eine Option darstellen.

So geht es aus einem Beschlussvorschlag für die kommende Verkehrsministerkonferenz von Bund und Ländern hervor, welche der „Rheinischen Post“ vorliegt.

Eine neue Bund-Länder-Arbeitsgruppe soll die Reform demnach bis zum Frühjahr 2022 konkret umsetzen.

Zusätzlich zu der Tatsache, dass Fahranfänger allen Maßnahmen zum Trotz nach wie vor mit Abstand das höchste Unfallrisiko im Straßenverkehr vorweisen, könnten Pläne der Ampel-Koalition eine Rolle spielen, das begleitete Fahren bereits ab 16 Jahren zu ermöglichen.

Gegenüber der Zeitung bestätigte Saarlands Verkehrsministerin Anke Rehlinger, zuständige Verhandlungsführerin der SPD für die Koalitionsarbeitsgruppe „Mobilität“, dass die Reformpläne gut zu diesem Projekt der neuen Bundesregierung passen würden: „Längere assistierte Fahrpraxis führt zu mehr Erfahrung, wenn man dann alleine am Steuer sitzt.“

Quelle: n-tv.de