Man kann über Sinn und Unsinn von Radarfallen trefflich streiten. Wird man geblitzt, helfen aber weder Argumente noch Wut. Man wird zur Kasse gebeten, erhält womöglich sogar Punkte oder büßt im schlimmsten Fall seinen Führerschein ein. Und es gibt bis auf wenige Ausnahmen nichts, was man dagegen tun könnte, außer eben, sich an das geltende Tempolimit zu halten. Natürlich gelten da gewisse Toleranzen, aber wenn man mit 200 Sachen über eine Straße donnert, auf der bloß 60 erlaubt sind, gibt es wahrlich keine Ausreden mehr.

Satte 140 km/h drüber… das wird teuer! Das hätte sich ein 54-jähriger Mann mal besser vor Augen gehalten, bevor er auf der Autobahn 93 in Richtung Rosenheim geblitzt worden ist. Aber jetzt war es ja nun mal zu spät. Oder etwa doch nicht? 

Ob nun die Angst den Lappen zu verlieren, oder schierer Zorn seine Gedanken auf der Suche nach einer Lösung befeuert hat, ist nicht überliefert. Sicher ist nur, dass der Kerl sich nicht einfach geschlagen geben wollte und auf die Idee kam, die Beweismittel kurzerhand zu vernichten.

Also hielt er an, schnappte sich einen Akkubohrer und begann damit, ein Loch in die Außenwand des Anhängers, in dem der Blitzer stand, zu bohren. Sein Plan sah vor, das Ding daraufhin mit Benzin zu füllen und anzuzünden, übersah jedoch die Tatsache, dass die Anlage regelmäßig kontrolliert wird.

Und so wurde der Raser in flagranti von einer Streife der Polizei gestellt, die das Benzin sicherstellte, bevor der Feuerteufel seine Tat vollenden konnte. Dennoch lag der Sachschaden bereits bei rund 1.500 Euro. 

Dafür wird der Mann nun geradestehen müssen. Und da die Ergebnisse der Blitzeranlage später ausgewertet werden konnten, blühen ihm natürlich auch noch die Folgen der Geschwindigkeitsübertretung. Dumm gelaufen!

Quelle: gmx.net