Mehr und mehr gestaltet sich die Autobahn zum Zentrum seltsamster und unterhaltsamer Geschehnisse. Seien es übermotorisierte Familienkombis, die Porsches versägen, oder Familien, die Mutti an der Raststätte „vergessen“. Die folgende Begebenheit fügt den „Autobahngeschichten“ eine neue Komponente hinzu. Oder kennt ihr Leute, die wegen eines vergessenen Warndreiecks kurzerhand eine Schüssel Paprika auf die Straße stellen, um sich und ihre Mitmenschen nicht zu gefährden?

Auf der A2 in Richtung Hannover trug sich am vergangenen Donnerstag diese wohl einmalige Geschichte zu, die die Polizei erst jetzt der Öffentlichkeit bekanntgab: Auf dem Standstreifen in der Nähe des Rasthofs Börde in Sachsen-Anhalt erblickten Polizeibeamte hinter einem zum Halt gekommenen Fahrzeug etwas Rotes und staunten nicht schlecht. Handelte es sich doch um eine Schüssel mit Paprika und Tomaten. Der Grund: Ein litauischer Autofahrer hatte einen Motorschaden erlitten – doch er führte kein Warndreieck mit sich.

Nun wollte der gute Mann aber nicht am Rand der Autobahn herumturnen, ohne zumindest ein nicht zu übersehendes Signal zu setzen, um andere Fahrer zu warnen, wie er den Beamten erklärte. Kurzerhand kam er auf die Idee mit der Gemüseschüssel, da deren Inhalt rot und auffällig ist. Die Polizei nahm das kreative Bemühen des Litauers um die Fahrsicherheit seiner Mitmenschen mit Wohlwollen auf und drückte beide Augen zu.


I Foto: Polizei ST PD Nord / Twitter.com

Quelle: sueddeutsche.de