Niemand möchte gerne mit seinem Namen im Bundeszentralregister landen. Für viele Verkehrssünden drohen die allseits verhassten „Punkte in Flensburg“. Klar, dass der eine oder andere Verkehrsteilnehmer da über die Jahre schon mal auf kreative Ausreden gesetzt hat, um den Herren vom Amt oder der Polizei statt des Bußgeldbescheides lieber ein Lächeln zu entlocken. Nicht alle davon waren von Erfolg gekrönt.

Die unserer Meinung nach besten zehn führen wir für euch hier auf, viele weitere, teils bebildert, findet ihr unter dem Link. Man kann nur staunen, wie kreativ manch ein Zeitgenosse wird, wenn das Amt zur Kasse bittet und Staatsdiener die so innig geliebte Pappe ins Visier nehmen. Ein besonderes Highlight zum Beispiel: Erklärungsschreiben in Gedichtform, gleich mehrfach und von verschiedenen Verkehrssündern. Wir fragen uns: Wie kommt man auf so eine Idee!?

Hier unsere persönlichen Favoriten:

Platz 10: „Es war mitten in der Nacht gegen 0.54 Uhr, die Verkehrsschilder waren unbeleuchtet. Sie tauchten nur kurz aus dem Dunkel auf, um wieder zu verschwinden!“ – wir bezweifeln, dass diese Ausrede gefruchtet hat.

Platz 9: „Ich ging gerade meinem Hobby nach – beschleunigen auf 75 und sehen, wie weit ich komme.“ – Dreistigkeit siegt am Ende oft. In diesem Fall eines „Geblitzten“ dürfte sie eine Niederlage kassiert haben.

Platz 8: „Außerdem bin ich vor meinem ersten Unfall und nach meinem letzten unfallfrei gefahren!“ – ein Einspruch, den man sich auf der Zunge zergehen lassen sollte. Ein wahrer Hochgenuss, der sich langsam entfaltet wie guter Wein. Zeitlos.

Platz 7: „Ich wollte mein frisch gewaschenes Auto im Fahrtwind trocknen“, so brachte es ein Temposünder aus Österreich auf den Punkt. Mach das nächste Mal das Fenster dabei zu, Kumpel. Dann trocknet der Wind dir nicht das Hirn.

Platz 6: „Ich war mit einer Freundin zum Kaffee verabredet!“ – das mag sein, junge Dame, ist dennoch kein Argument. Schon gar nicht, wenn man mit 111 Sachen durch eine 60er-Zone brettert und dabei nicht mal angegurtet ist!

Platz 5: „Wie konnte ich das bloß vergessen – das Ortsschild hat zwar dort gesessen, doch – das war vor langer Zeit. Roter Blitz, jetzt ist’s soweit/Ich hab gelitten wie ein Hund/Und das ist – glaubt mir – nicht gesund/Die größte Strafe: Meine Frau/schlägt jeden Tag mich grün und blau.“ Die Antwort des Sachbearbeiters: „Es tut mir leid und fällt mir schwer, doch Klagen helfen hier nichts mehr. Ein Bußgeld hab ich nun erteilt, weil Sie sich haben so beeilt.“ – Goethe ist also auch Raser …

Platz 4: „Ich habe nicht telefoniert, sondern mir mit einem Akkurasierer den Bart gestutzt und dazu zur Radiomusik mitgesungen.“ – Das kann doch sein!? Der arme Mann! Da will man sich nur eben beim Autofahren rasieren, schon schwärzt einen einer an!

Platz 3: „Ich konnte nicht auf den Tacho gucken. Schließlich musste ich auf die Straße achten.“ – Tut mir leid, liebe Sachbearbeiter, aber das Ganze macht absolut Sinn. Dafür muss man doch Verständnis haben …

Platz 2: „Tut mir leid. Ich war zu spät und zu blöd (Und blond bin ich auch.)“ – Wie war das noch mal? Selbsterkenntnis ist der erste Weg zur Besserung?

Platz 1: „Ein Fußgänger kam plötzlich vom Bürgersteig ab und verschwand wortlos unter meinem Wagen!“ – Wir sind sprachlos …

Quelle: rp-kassel.hessen.de