Jesko. In der ostfriesischen Heimat des Verfassers ein nicht zu seltener Vorname, aber auch der Name eines neuen Wagens aus der schwedischen Edelschmiede Koenigsegg. Es handelt sich um das Nachfolgemodell des Agera RS, des momentan schnellsten Serienfahrzeugs unseres Planeten. Die Mission des Jesko: Die Konkurrenz beim Knacken der 300 Meilen/h-Marke (482 km/h) hinter sich zu lassen.

Auf dem diesjährigen Genfer Autosalon wurde das neue Hypercar der Weltöffentlichkeit präsentiert. Mit diesem Boliden will Koenigsegg auch den Hennessey Venom F5 und den Bugatti Chiron in die Schranken weisen. In den hauseigenen Simulationen bei Koenigsegg hat der Jesko das Wunder bereits vollbracht, oben genannte Geschwindigkeits-Schallmauer zu durchbrechen. Den Realitätsbeweis muss er aber noch antreten.

Unter der Haube des Kraftpakets arbeitet eine modifizierte Version des 5,0-Liter-Twinturbo-V8, der im Agera werkelt. Die wurde kräftig aufgewertet und bringt es so auf beeindruckende 1280 PS, die mit E-85-Biokraftstoff sogar auf 1600 PS hochgekitzelt werden können. Diese Leistung stemmt das Hypercar mit einem Drehmoment von 1500 Newtonmeter bei 5100 Umdrehungen/min in den Asphalt.

Druck machen

Ein 20-Liter-Carbontank mit Mini-Elektrokompressor füttert Luft mit bis zu satten 20 Bar Druck in die Turbolader. Das hauseigene „Light Speed Gearbox“-Getriebe wiegt gerade mal 90 Kilo und arbeitet mit neun Gängen, die über gleich mehrere Kupplungsschritte verteilt sind und so absolut nahtloses Schalten erlauben – im Prinzip und sehr simpel formuliert wie bei einem vielgängigen Mountainbike.

Natürlich besticht der Wagen nicht nur durch Leistung, sondern auch durch einen entsprechenden Innenraum: Infotainmentsystem mit Apple CarPlay, Klimakontrolle, mehrere USB-Steckplätze sowie ein System zum kabellosen Smartphone-Laden sind ebenso enthalten wie ein Lenkrad-Bildschirm, der sich statisch zu Lenkradbewegungen verhält und so stets lesbar bleibt.

Jesko heißt der Wagen übrigens, weil der Vater von Firmen-Boss Christian von Koenigsegg diesen Namen trägt und der Mann seinen Erzeuger so ehren möchte. Eine schöne Geste. 125 der Wuchtbrummen sollen gefertigt werden, in den nächsten Jahren zwischen 40 bis 50 Stück jährlich das Licht der Welt erblicken. Die Preise werden auf zwischen 2,5 – 3 Millionen Euro geschätzt, Steuern kämen noch hinzu.

Quelle: motor.at