Bugatti präsentierte seinen Chiron stolz auf der IAA 2017 mit einem unglaublichen Rekord. Der Ex-Formel-1-Star Juan Pablo Montoya stellte mit dem Bugatti Chiron eine Wahnsinns-Rekordmarke auf: Aus dem Stand auf 400 km/h beschleunigen und zum Stillstand abbremsen in 42 Sekunden. Doch jetzt das: Ein Koenigsegg Agera RS unterbietet das Ergebnis um fünfeinhalb Sekunden!

Koenigsegg waren wohl der Meinung, Bugatti zeigen zu müssen, wer der Boss im Geschäft ist. So stellten sie am Sonntag, am 1. Oktober 2017, einen neuen Rekord auf und unterboten damit die Chiron-Bestleistung: 36,44 statt 41,96 Sekunden.

Dabei war die Strecke, auf der der Rekord herausgefahren wurde, alles andere als ideal. Schmutzig. Uneben. Und kurz. Auf den 2800 Metern hätte der Bugatti Chiron den Rekordversuch nicht einmal starten können, er benötigte für 0-400-0 km/h 3112 Meter – 312 Meter mehr als das Asphaltband, das vor dem Koenigsegg lag.

Der Rekord-Schwede holt ein Megawatt, also 1360 PS, aus seinem Fünf-Liter-Twinturbo-V8-Motor, während der Bugatti von einem 1600 PS starken W16-Motor angetrieben wird. Verschiedenen Quellen zu Folge kam der Koenigsegg frisch aus der Produktion, ist für einen Kunden in den USA bestimmt und war bis zum Showdown erst ein einziges Mal zu Überprüfungszwecken 300 km/h schnell bewegt worden. Der schwedische Rennfahrer Niklas Lilja musste vor dem Rekordversuch zunächst in Zehnerschritten die höchste gefahrene Geschwindigkeit erhöhen, um den Motor vorzubereiten.

Und dann wurde es ernst: Aus dem Stand auf 400 km/h in 26,88 Sekunden – der Bugatti brauchte dafür 32,6 Sekunden. Beim Bremsen verlor der Agera RS 0,26 Sekunden – er brauchte 9,56 Sekunden, der Chiron nur 9,3. Am Ende steht es 36,44 zu 41,96 Sekunden. Was für unglaubliche Zahlen!

Quelle: Fotos: koenigsegg.com