Kacey McCallister meistert sein Schicksal: Mann ohne Beine gibt als KFZ-Mechaniker alles – Es gibt Menschen, die sich regelrecht vor jedem Quäntchen Arbeit drücken. Dann wieder gibt es Leute wie den Mann aus diesem Video: Jemand, dem als Kind beide Beine amputiert werden mussten und der gerade deshalb Vollgas gibt. Kacey McCallister hätte jeden Grund, zu Hause zu sitzen und das Blatt zu bedauern, welches ihm im Spiel des Lebens ausgeteilt wurde. Stattdessen liebt er die etlichen Tätigkeiten, denen er nachgeht – darunter auch in einer Kfz-Werkstatt, wo er alles gibt und auch ohne Beine voll mit anpackt.

Fraglos steht fest: Kacey McCallister ist ein Vorbild – weshalb er auch als Redner motivierende Ansprachen vor vielen Menschen hält. In einem Video mit dem Titel „RISE UP | The Story of Kacey McCallister“ erklärt das Multitalent seinen fraglos tragischen Werdegang: Alles beginnt im Alter von sechs Jahren, als McCallister im US-Bundesstaat Wyoming unter die Räder eines massigen Sattelschleppers gerät. Der Unfall soll den kleinen Jungen beide Beine kosten.

Doch wie durch ein Wunder überlebte er, die Nachrichten gingen seinerzeit um die Welt, schafften es bis nach Asien

„RISE UP“ heißt der Film, was so viel bedeutet wie „Steh auf“ oder „Erhebe dich“. Es sollte das Motto eines Menschen werden, der sich weigerte, aufzugeben, sondern stattdessen andere inspirierte. McCallister begann, die verlorenen Beine durch die Stählung seiner Arme zu ersetzen: „Ich trieb mich bis an meine Grenzen, war überzeugt, dass ich alles schaffen könnte.“ Er bewies es sich: Er ging ohne Beine in Ringkämpfe, turnte, spielte Basketball. Doch Sportlehrer sagten seinen Eltern, dass es mit diesem Ballsport nichts werden würde.

Diese Ablehnung machte ihm schwer zu schaffen – doch Kacey McCallister war fest entschlossen, jene, die ihm Fähigkeiten absprechen wollten, Lügen zu strafen. Heute ist er ein verheirateter Mann mit Kindern, der etwa auch bei „Spartan Races“ mitläuft – knallharten Hindernis-Dauerläufen, die je nach Leistungklasse über 5 bis 50 Kilometer gehen. „Spartan Beast“ genannte Rennen gehen über eine Distanz von 21 Kilometern – hier bestreitet Kasey ein solches. Immer wieder läuft er bis heute Marathons und Gewaltmärsche auf den Händen.

Hört er das Wort „unmöglich“, will er das Gegenteil beweisen

Doch was tut so ein Mann, um seine Brötchen zu verdienen, wenn er nicht gerade an knallharten Sportveranstaltungen teilnimmt, Menschen inspiriert oder Zeit mit seiner Familie verbringt? Casey arbeitet „for the man“, wie man in den USA zu sagen pflegt – er macht seinen ganz normalen Job. In dieser Videocollage erleben wir, wie ein Mann in seinem alltäglichen Berufsleben Öl- und Reifenwechsel durchzieht, um seine Familie zu ernähren. Oder wie Kacey selbst unter seinem Video schreibt:

„In dieser Welt müssen wir wissen, wie man arbeitet. Sei es als Lehrer, Buchhalter, Feuerwehrmann oder Reifenmonteur. Jeder hat genug Fähigkeiten, um ein produktives Mitglied der Menschheit.“ Mehr Vorbildcharakter geht kaum.