Kaum ein Fahrzeug wird so sehr mit Bildern moderner Kriegsführung in Verbindung gebracht, wie das gute alte HMMWV („Humvee“), bzw. seine Zivil-Version, der Hummer. Doch es hat ausgedient, die Zukunft gehört dem JLTV: dem „Joint Light Tactical Vehicle“ des Herstellers Oshkosh. Jetzt hat die Auslieferungsphase begonnen und das erste von 16.900 Fahrzeugen wurde der US-Army übergeben.

Gebrauch machen werden von dem JLTV die US-Army sowie die Marines. Mitte 2015 kam der Vertrag zustande, nachdem die Armee seit 2010 verschiedene Prototypen diverser Hersteller in Augenschein genommen hatte. Nur schleppend kam der Prozess in Gang, die Mühlen der Bürokratie mahlen nun mal langsam. Apropos langsam.

Geschwindigkeitspreise gewinnt das J LTV keine

Unter der gepanzerten Haube werkelt eine V8-Dieselmaschine von General Motors mit einem Allison-Getriebe, das nicht auf Speed, sondern auf absolute Zuverlässigkeit getrimmt wurde. 643 km Reichweite bei einer Höchstgeschwindigkeit von 122 km/h sprechen für sich. Im Gegensatz zum Humvee ist das Fahrzeug deutlich stärker gepanzert und verfügt über eine klima-kontrollierte Kabine für Konflikte in heißen oder sehr kalten Regionen.

Zugleich ist das JLTV aber deutlich kleiner und wendiger als der deutlich bulligere MRAP-Transporter. Zudem lassen sich bei dem neuen Transporter Federung und Fahrhöhe pneumatisch auf jedes Gelände stufenlos einstellen.

„Dieses Programm arbeitet seit zehn Jahren daran, Lastwagen für Soldaten zu realisieren“, betont Oberst Shane Fullmer, Projektmanager für das Programmbüro Joint Light Tactical Vehicles. „Das gesamte Programmbüro wurde darauf ausgerichtet, Soldaten eine verbesserte taktische Mobilität zu verschaffen, mit besserer Geländegängigkeit, höherer Zuverlässigkeit, mehr Komfort im Fahrzeug und deutlich höherem Schutz.“

Sieht man sich das Video an, wirkt es, als sei das gelungen.

Quelle: foxtrotalpha.jalopnik.com