Wenn es um die Zustellung von Pakten geht, hört bei vielen der Spaß auf! Vermutlich hat, was das betrifft, jeder so sein Päckchen zu tragen (haha) und die eine oder andere Anekdote zu erzählen. Pakete, die verschwinden, Lieferungen, die in irgendeiner Postfiliale mit unmöglichen Öffnungszeiten landen, obwohl man zu Hause sehnsüchtig darauf gewartet hat … die Liste der Beschwerden ist lang. Natürlich weiß man bei der Post um dieses Problem und hat mit Paketstationen darauf reagiert. Doch auch diese sind nicht der Weisheit letzter Schluss, weshalb man in Stockholm nun einen ganz anderen Weg gehen möchte.

Denn hier plant der Autohersteller Volvo in Kooperation mit dem schwedischen Startup 'urb.it' ein System, welches es Autobesitzern ermöglichen soll, sich Pakete innerhalb von nur zwei Stunden direkt in den Kofferraum liefern zu lassen. Ein Pilotprojekt, dessen Ausweitung auf weitere europäische Metropolen laut Pressetext aber noch in diesem Jahr erfolgen soll.

Der Plan sieht vor, Studenten und sonstige Teilzeitkräfte anzuheuern, die pro Lieferung bezahlt werden. Als Nutzer bestellt man nun bei einem der urb.it-zertifizierten Läden und wählt das Auto als Lieferort aus. Die Zusteller empfangen diese Bestellung auf ihrem Smartphone, flitzen zu dem Laden, weisen sich mit einem speziellen Code aus und bringen die bestellten Waren dann zum Auto. Dabei kann man sich den genauen Lieferzeitpunkt und sogar den Zusteller namentlich auswählen.

Der Zugriff auf das Auto erfolgt über einen digitalen Einmal-Schlüssel, anhand dessen der Lieferant den Wagen per Mobilgerät öffnen und natürlich auch wieder verschließen kann. Dazu ist die Ortung des Autos für den Zustelldienst nötig, doch im Gegenzug können die Kunden über das Smartphone den Ablauf der Lieferung nachverfolgen.

Bei Volvo experimentiert man bereits seit 2014 mit dem Lieferdienst fürs Auto. Ende 2015 wurde der Service erstmals in Schweden regulär angeboten. Volvo kooperiert dafür mit einem Logistikunternehmen und einem Online-Lebensmittelhändler. Ob sich das Ganze durchsetzt, bleibt abzuwarten. Immerhin testen Größen wie Amazon und DHL bereits selbst derartige Projekte.