Wer einen schönen Urlaub mit der Familie erleben will, ohne um die Welt zu fliegen, setzt meist aufs eigene Auto. Viele nutzen auch Wohnwagen oder Wohnmobile, die in den urlaubsreichen Sommerwochen die Autobahnen bevölkern. Das ist auch in Schweden nicht anders – und genau dort hat sich die Verkehrsbehörde deshalb mal angeschaut, wie sicher die rollenden Plastik- und Aluhäuschen voller Gaskanister und potenziell umherfliegender Möbel eigentlich sind.

Sagen wir es mal so: Diese Wohnmobiltests fielen alles andere als überzeugend aus. Bei der schwedischen Behörde begründete man die Crashtests wie folgt (Aus dem Schwedischen vom Verfasser übersetzt):

„Der Grund, aus dem das Schwedische Verkehrsamt jetzt Crashtests durchgeführt hat, ist der rasante Anstieg der Zahl der Wohnmobile. Seit 2014 ist die Zahl der neu zugelassenen Mobilheime in Schweden um 50 Prozent angestiegen. Im gleichen Zeitraum sind sechs Menschen in einem Wohnmobil gestorben, allein vier davon im letzten Jahr. Die häufigste Unfallart war der Frontalaufprall. Weitere rund 100 Menschen wurden seit 2014 bei Verkehrsunfällen mit Wohnmobilen verletzt.“

„Chance, umzukommen: hoch“

Dabei wurden zwei Typen von Wohnmobilen unter die Lupe genommen: vollintegrierte, „richtige“ Wohnmobile von dedizierten Herstellern sowie Varianten, bei denen ein Wohnaufbau auf den Frontteil und das Chassis eines Vans montiert wurde. Die Ergebnisse dieser Tests erlebt ihr im Video – etliche der Szenen sprechen für sich und hätten für beteiligte Menschen mitunter schwerste Verletzungen zur Folge.

Insbesondere das Mobiliar sowie herumliegendes Besteck verwandeln sich bei einem Aufprall in tödliche Geschosse. Etwas besser sieht es bei den teilintegrierten Wohnmobilen aus, da der jeweilige Van-Unterbau schon vor seiner Zulassung europäischen Crashtest-Standards genügen musste und sich diese Sicherheit teilweise auf die Wohnmobil-Variante überträgt.

Das Fazit: „Das Ergebnis des Amtstests zeigt, dass die Gefahr groß ist, bei einem Frontalaufprall umzukommen. Die Bauweise der Wohnmobile reicht nicht aus, um die vorderen und hinteren Fahrgäste im Falle einer Kollision zu schützen.“

Quelle: trafikverket.se