Es ist eine ebenso spektakuläre wie verstörende Verfolgungsjagd, die sich bereits Anfang 2017 auf einer deutschen Autobahn beim ostsächsischen Bautzen ereignete: Thomasz T. sollte für Hintermänner einen Audi A5 über die Grenze bringen. Dabei geriet der Pole ins Visier einer Spezialeinheit der Polizei – und ergriff kurzerhand die Flucht. Mit 240 Sachen raste er davon – was eine sechsköpfige Familie beinahe das Leben kostete.

Die Dashcam eines der Polizeiwagen der Spezialeinheit „GFG“ zeigt das Finale der Verfolgungsjagd: Thomasz T. wechselt von Spur zu Spur, rast schließlich rechts an einem Truck vorbei. Eine Aktion, die nicht lange gut gehen konnte: „Es ist ziemlich krank, mit 240 km/h auf dem Standstreifen einen Lkw zu überholen“, konstatierte auch Staatsanwalt Peter Müller bei der auf die Ereignisse folgenden Verhandlung.

Schließlich rammte T. einen vollbesetzten Chrysler, in dem neben einem jungen Ehepaar auch deren drei Kinder im Alter zwischen 3 und 16 Jahren sowie ein weiterer Verwandter unterwegs sind. Wie durch ein Wunder kam bei dieser wahnsinnigen Aktion niemand zu Schaden. Vor Gericht gab T. an, er hätte den Wagen für 200 Euro überführen sollen – mit dem Geld habe er seiner kranken Tochter ein Hörgerät kaufen wollen.

Den Amtsrichter konnte er mit seiner Darstellung der Ereignisse nicht erweichen, T. wurde zu drei Jahren und neun Monaten im Gefängnis verurteilt.

Quelle: tag24.de