Er ist ein absolutes Kletterwunder, ein Automobilklassiker, eine Rallye-Ikone und bei Audi-Fans seit den 80ern allseits beliebt: der Audi Quattro. Ein Wagen, der in einem ikonischen Werbespot von 1986 in einer Variante sogar eine Skischanze erklomm. Kann man solch ein Auto, solch eine rollende Legende, eigentlich noch besser machen? Manche würden sagen: wenn man dem Klassiker 800 PS und einen Eigenbau verpasst…

Man sollte nicht meinen, dass ein Hillclimb-Meisterwerk wie der Audi Quattro S1 E2 sich auch auf der Viertelmeile des Drag Strip behaupten könne. Wer das sagt, hat dieses Video nicht gesehen, in dem besagter Quattro auf der US-Strecke Santa Pod Raceway entfesselt wird. Falls ihr euch jetzt fragt, was für einen Wagen ihr da gerade im Video seht und warum ihr dieses Modell nicht kennt – dafür gibt es einen guten Grund.

Quattro Marke Eigenbau mit TT-Motor

Denn dieser S1 E2 ist der Eigenbau eines gewissen David Rowe, der die nötigen Teile bereits in den 80ern zu sammeln anfingen. Die Front stammt von einem Audi 80, das Heck von einem Quattro Coupé. Beides wurde über einen eigens konstruierten Rollkäfig sowie die Schweißnähte des überarbeiteten Chassis gezogen. Unter der Haube: ein turbogeladener Fünfzylinder aus dem Audi TT RS mit 2,5 Litern Hubraum, in Kleinarbeit modifiziert.

Satte 800 PS liefert der Wagen, weil Rowe neue Kolben geschmiedet, I-Trägerstangen kreiert und sogar die Nocken maßgeschneidert hat, ebenso wie das Edelstahlauspuffsystem, den Einlasskrümmer und eine Bosch Drive-by-Wire-Drosselklappe mit 82 mm. Der Turbolader stammt aus dem Hause Precision und ist keramikbeschichtet. Das Resultat des Ganzen: ein Monster mit Allradantrieb und der superkurzen Übersetzung eines Rallye-Wagens.

Damit katapultiert sich der Audi Quattro S1 E2 in nur 10,51 Sekunden von null auf 218 km/h – mit mittlerer Schubleistung, wohlgemerkt. Nach oben dürften also noch Reserven offen sein.

Quelle: carscoops.com