Es sind Bilder, bei denen Freunde von Sportwagen aus der legendären Scuderia Ferrari ganz stark sein müssen: Ein äußerlich völlig intakter Ferrari 458 Spider in schneeweiß wird auf einen Schrottplatz gefahren. Dann geht die Kralle am Ende des Baggerarms an ihr brutales Werk und nimmt sich des Wagens an. Im Video könnt ihr sehen, wie das stählerne Monstrum einen Traum von einem Sportwagen in Altmetall zerlegt. Doch warum genau wird hier ein heiler Ferrari verschrottet? Geht es nach dem Millionär Zahid Khan, der angibt, es wäre sein Wagen, wegen einer bürokratischen Gemeinheit der Polizei… 

Umgerechnet 245.000 Euro kostet dieser Spider 458, der von der britischen Polizei beschlagnahmt wurde. Die ging davon aus, dass der Wagen gestohlen sei, während ihr Besitzer Zahid Khan vehement vertritt, den Wagen auf einer Auktion erworben zu haben.

Gegenüber der britischen „Metro“ konterte die Behörde jedoch, Khan hätte angeblich versäumt, die richtigen Versicherungspapiere vorzulegen, die seinen Besitz nachweisen würden. Doch der Millionär beharrt, den Wagen von einem bedeutenden Auktionshaus erworben zu haben – insbesondere, weil dieser im Inneren ausschließlich nachweislich echte Ferrari-Originalteile beherbergt habe.

Der Polizei genügte das nicht, sie stufte das Fahrzeug unter der „Kategorie B“ ein, was in England für nicht mehr versicherte Fahrzeugwracks steht, die ausgeschlachtet wurden und deren Chassis deswegen verschrottet werden muss, weil der Wagen als „nicht straßentauglich“ gilt. Bürokratie also, der dieser wunderschöne italienische Bolide samt Innenleben zum Opfer fiel und hier Seite an Seite mit verkehrsuntauglichen Schrottmühlen von der Klaue in Stücke gerissen wird.

Das Video filmte übrigens Zahid Khan persönlich und kommentierte es mit: „Hier zerstört die Polizei gesetzeswidrig meinen Ferrari“ – sein Video gab die Behörde übrigens erst nach einem Jahr für eine Veröffentlichung frei.

Es wird wohl nicht mehr herauskommen, wer hier die Unwahrheit sagt: der Millionär, oder die Behörde. Eine echte Schande ist es aber dennoch.

Quelle: jalopnik.com