„Heftigster Schaden, den ich je gesehen habe“: Deutscher Tuner zeigt explodierten AMG-Motor – Als Tuning-Experte dürfte es einem ein wenig wie einem Chirurgen gehen – wenn auch in harmloserer Form: Bei einem Arzt gehen alle möglichen Leute mit seltsamen Problemen über den (OP-)Tisch. So bekommt aber auch der Kfz-Experte im Arbeitsalltag kuriose Dinge zu sehen. Insbesondere dann, wenn er sich auf das Tuning von Boliden spezialisiert hat. Spricht so jemand dann vom „heftigsten Schaden“, weiß man, dass man es mit einem absoluten Ausnahmefall zu tun haben dürfte.

„Motoren Zimmer“ nennt sich der erfolgreiche YouTube Kanal eines gleichnamigen Unternehmens, der Stand dieses Artikels mehr als 231.000 Abonnenten hinter sich versammeln konnte. Nach eigener Aussage in der Kanalinfo handelt es sich dabei um einen Experten für AMG/Mercedes, spezialisiert auf Motorenbau und Veredelung sowie alles, was mit der Marke Mercedes-Benz zu tun hat.

Schrapnell statt Bauteilen

Experten also, die sich ihrer Präzision im Mikrometerbereich in ihrem Infotext rühmen. Wenn ein Video dann so anfängt, dass sich Betreiber Jean-Pierre Zimmer vor der Kamera erst einmal mit folgendem Zitat positioniert, weiß man, dass es alles andere als alltäglich werden dürfte: „Leute, ich kann es selber noch nicht fassen … Der heftigste Motorschaden, den ich je gesehen hab: M156, bleibt dran […]“.

In Folge bekommen wir ein CLK-Cabrio (A-209) zu sehen, wie Zimmer erläutert. Ein Wagen mit 6,2-Liter-Saugmotor, der noch keine 80.000 Kilometer auf dem Tacho hat, wie der Kfz-Fachmann betont. Die Haube wird geöffnet, alles hinterlässt einen sauberen, selbst für Laien geordnet-normalen Eindruck. Ein vergleichsweise neuwertiger Motor, möchte man meinen. Doch dann wird es ernst. Der Moderator bringt es auf den Punkt: „Aber wenn wir jetzt da drunter gucken – ihr fallt vom Hocker. Ehrlich!“

Der Wagen kommt auf die Hebebühne.

Zimmer wendet sich einer Motorpappe voller Metallfragmente zu – was aussieht wie Granatsplitter oder Schrapnell, sind dem Fachmann zufolge Teile von Gehäuse, Pumpe und Ölwanne. Bei 260 km/h förmlich zu Granulat zerfetzt. Doch Worte sind nur Schall und Rauch, genießt dieses Video, dass sich nicht nur für Autoliebhaber als lehrreich und unterhaltsam erweist. Oder wie Zimmer selbst sagt: „Ungelogen! Sowas habe ich in meiner ganzen Laufbahn noch nicht gesehen.“