Greenpeace: Klage gegen Volkswagen eingereicht – Nachdem Umweltverbände vehement den Verbrennerausstieg bis 2030 fordern, hatte sich der Volkswagen-Konzern heftig gegen dieses Vorhaben gewehrt. Nun geht die Umweltschutzorganisation Greenpeace einen Schritt nach vorne und zieht gemeinsam mit einer Klima-Aktivistin vor Gericht.

Die „Fridays for Future“-Aktivistin Clara Mayer sowie die beiden Geschäftsführer von Greenpeace Deutschland, Martin Kaiser und Roland Hipp, reichten demnach zusammen eine Klage beim Landgericht Braunschweig gegen die Volkswagen AG ein – die Anklage lautet: mangelnder Klimaschutz.

VW trage erheblich zur Klimakrise bei

Darüber hinaus gab Greenpeace bekannt, einen Biobauern zu unterstützen, der eine identische Klage eingereicht hatte. Die Kläger stützen sich bei ihrer Argumentation auch auf das Klimaurteil gegen den Ölkonzern Shell, sowohl auf jenes vom Bundesverfassungsgericht als auch auf eines, das in den Niederlanden gefällt wurde.

Im Detail führen die Kläger an, dass VW die gigantischen CO₂-Emissionen fördere und somit erheblich zur Klimakrise beiträgt. So sei das Geschäftsmodell von VW alles andere als mit den Klimazielen zu vereinbaren, den globalen Temperaturanstieg auf 1,5 Grad zu beschränken.

Verbrenner-Aus bis 2030

Daher fordern sowohl Greenpeace als auch die Aktivistin zum Schutze ihrer Freiheits- und Eigentumsrechte, dass der Wolfsburger Autokonzern den Verkauf klimaschädlicher Verbrenner bis zum Jahre 2030 beenden solle. Weltweit. Den Klägern zufolge würde man bei einem Erfolg vor Gericht gegen VW gut zwei Gigatonnen CO₂ bis zum Jahr 2040 einsparen können.

Volkswagen bekannte sich zuvor zum Pariser Klimaabkommen, will aber erst spätestens 2050 bilanziell CO₂-neutral sein. Zudem verwies VW darauf, dass es Aufgabe des Gesetzgebers sei, den Klimaschutz zu gestalten.

Quelle: heise.de