Gesetzesentwurf zu Trunkenheit am Steuer: Hersteller in den USA müssen Systeme in Neuwagen bauen – Ein neuer Infrastruktur-Gesetzesentwurf in den Vereinigten Staaten von Amerika wartet auf seine Unterzeichnung durch Präsident Biden. Neben einem ordentlichen Konjunkturschub für Elektromobilität enthält der Entwurf auch eine Regelung gegen Alkohol am Steuer, die vor allem die Hersteller betrifft. Denn diese müssten nach Bestätigung des Gesetzes fortan entsprechende Systeme gegen Fahren unter Alkoholeinfluss in Neuwagen verbauen.

Dies geht aus einem Bericht der „Washington Post“ hervor. Demnach soll die Gesetzesänderung unter anderem auch Trunkenheit am Steuer durch „fortschrittliche Technologien gegen Fahruntüchtigkeit“ vermindern. In Abschnitt 24220 des Gesetzespakets heißt es: „Ungefähr 1/3 aller Verkehrstoten in den Vereinigten Staaten kommen jedes Jahr unter Alkoholeinfluss ums Leben.“

10.142 Menschenleben waren das alleine 2019:

Jede der Personen hatte dabei mehr als 0,8 Promille Blutalkohol. Die US-Versicherungsbehörde für die Highway-Sicherheit geht davon aus, dass Technologien, die ein Fahren unter Alkoholeinfluss am Steuer unterbinden, bis zu 9400 Verkehrstote jährlich verhindern könnten. Auf Basis dessen heißt es in dem Gesetzesentwurf: „Alle neuen Personenkraftwagen müssen serienmäßig mit fortschrittlicher Technologie zur Verhinderung von Trunkenheit am Steuer ausgestattet sein.“

Bei solchen Systemen wären einem Bericht des Automagazins „Carscoops“ zufolge etwa Messfühler denkbar, welche entweder das Fahrverhalten einer Person am Steuer über Augenbewegungen analysieren oder über die ausgeatmete Luft die  angenäherte Blutalkoholkonzentration über das Lenkrad messen könnten (siehe Video unten). Die Hersteller werden durch das Gesetz angehalten, dass solche Systeme hernach das Bedienen des Fahrzeugs stark einschränken oder gar komplett unterbinden.

Kurze Frist für die Hersteller?

Dem Gesetzesentwurf zufolge bleiben der Automobilbranche in den USA nur drei Jahre, um den neuen „Sicherheitsstandard für fortgeschrittene Technologien zur Prävention von Trunkenheit und Beeinträchtigung am Steuer“ in die Tat umzusetzen. Der Gesetzgeber scheint sich der Lage der Hersteller allerdings bewusst zu sein und räumt auch ein Szenario ein, in dem noch rund zehn Jahre Zeit für die Umsetzung bleiben könnten.

Quelle: carscoops.com