Lange galt der Bugatti Veyron als schnellstes straßentaugliches Auto der Welt, nun hat er Konkurrenz aus dem eigenen Hause, die seinen Geschwindigkeitsrekord regelrecht hat abrauchen lassen. Der Chiron hat unlängst auf dem Ehra-Lessien-Testgelände von Volkswagen eine Bestmarke gesetzt, bei der man nur mit den Ohren schlackern kann: Beeindruckende 304.77 Meilen pro Stunde brannte er in den Asphalt, wie das Video zeigt.

Umgerechnet sind das atemberaubende 490,48 Stundenkilometer. Annähernd 500 Sachen in einem Hypercar – Wahnsinn. Das britische Automagazin „Top Gear“ berichtete über den Rekord, der bereits am 2. August 2019 von Fahrer Andy Wallace aufgestellt worden und hochoffiziell vom deutschen TÜV bestätigt worden war. Damit konnte Bugatti SSC, Koenigsegg und andere Super- und Hypercar-Schmieden auf ihren Platz verweisen.

Der Chiron ist mit seinen 1479 PS und seinem Quad-Turbo-16W ohnehin schon ein Biest

Doch die Chassis-Baumeister von Dallara nahmen an dieser Version ein paar Verfeinerungen vor, montierten den Heckspoiler und die Luftbremsen für mehr Anpressdruck ab, verlängerten den Wagen und veränderten den Auspuff. Auch der Beifahrersitz wurde ausgebaut und stattdessen ein Überrollkäfig eingebaut.
Den Kernpunkt dieses sensationellen Erfolges bildeten aber wohl vor allem die Reifen. Ein spezieller Satz von Michelin Pilot Cup 2 kam zum Einsatz.

Fahrer Wallace gegenüber dem Magazin „Car & Driver“:

„Im Inneren der Reifen befinden sich dünne Metallstränge, die radial um die Kante verlaufen und die etwa in gleichem Abstand zueinanderstehen. Bei so manchem Reifen gibt es ein oder zwei Stellen, an denen sich diese Stränge berühren. Das ist normalerweise kein Problem, schon gar nicht bei der vorgeschriebenen Geschwindigkeitsbegrenzung, aber wenn man mit so einer riesigen Gravitationskraft richtig schnell unterwegs ist, drohen ansonsten an genau dem Schwachpunkt Bewegung und Temperatur.“

Dies ist bei den neuen Michelins nicht der Fall – und so konnte der Wagen mitsamt der Umbauten diesen beeindruckenden Rekord aufstellen. Nun wird man sehen, ob und wie Koenigsegg, Pagani und Co. nachziehen.

Quelle: jalopnik.com