Alkohol am Steuer, ungeheuer – das steht ja außer Frage. Doch bekifft einen Wagen zu lenken, ist nicht besser. Das Bundesverwaltungsgericht hat nun endgültig entschieden: Wer kifft und fährt, verliert den Lappen! Neu aufgekocht wurde das Thema, nachdem in Baden-Württemberg einem Autofahrer nach dem Konsum von Cannabis der Führerschein entzogen wurde. Dieser klagte sich durch jedmögliche Instanz bis zum Bundesverwaltungsgericht.

Die Richter entschieden nun endgültig, dass das Fahren unter Cannabis verboten bleibt und den Verlust des Lappens nach sich zieht. Die Blutprobe des Klägers ergab übrigens, dass er mit 1,3 ng/ml Tetrahydrocannabinol (THC – der Wirkstoff von Cannabis) unterwegs war. Wer also öfter mal einen durchzieht, sollte wissen, dass bei einem Wert von 1,0 ng/ml, Cannabis 24 bis 72 Stunden im Blut nachgewiesen werden kann. Wer also oft zum Rauschmittel greift und regelmäßig mit dem Auto unterwegs ist, setzt sich der Gefahr aus, den Führerschein zu verlieren. Wobei nicht alle Gerichte in Deutschland mit aller Härte durchgreifen. Der VGH München setzt seine Schmerzgrenze bei THC-Werten unter 2 ng/ml an. Außerdem muss dort auch erst ein medizinisch-psychologisches Gutachten gemacht werden, bevor der Führerschein abzugeben ist.

Schlussendlich ist das auch alles Jacke wie Hose, es gehört nämlich niemand hinter das Steuer eines Fahrzeugs, der in irgendeiner Form berauscht ist – sei es nun durch Alkohol, Cannabis oder all die anderen Rauschmittel. In diesem Sinne, gute und nüchterne Fahrt!