Auch wenn es so mancher nicht wahrhaben mag, aber offizielle Dokumente verlieren irgendwann ihre Gültigkeit. So ist es zum Beispiel ratsam, ab und an mal seinen Personalausweis zu checken, bevor man dann irgendwann im Zuge einer Kontrolle dumm da steht. Selbst der einstmals als 'unbefristet' geltende Führerschein ist seit 2013 nur noch 15 Jahre haltbar. Seinerzeit hieß es, dass ältere Semester ihre Lappen trotzdem noch bis 2033 behalten dürfen. Doch diese Schonfrist soll nun offenbar gekippt werden.

Unter Berufung auf eine Empfehlung des Verkehrsausschusses der Länderkammer für die Bundesratssitzung, berichtet die Saarbrücker Zeitung, dass dadurch eine voraussichtliche Überlastung der Behörden im Stichjahr 2033 vermieden werden soll. Der Plan sieht entsprechend vor, dass einige Jahrgänge schon in den kommenden Jahren ihren Führerschein austauschen müssen.

Laut der Zeitung läuft das Ganze folgendermaßen: Abgestuft nach Geburtsjahrgängen sollen bis 2024 alle rund 15 Millionen Führerscheine ausgewechselt werden, die bis zum 31. Dezember 1998 ausgestellt wurden. Die etwa 30 Millionen ab dem 1. Januar 1999 vergebenen Lizenzen müssten dann abgestuft je nach Ausstellungsjahr bis 2033 ersetzt werden. Durch diese „Entzerrung“ soll sichergestellt werden, dass die Behörden die Vielzahl der künftigen Anträge bewältigen können.

Der Ursprung der neuen Führerscheine mit Verfallsdatum liegt in der EU. Der von der Kommission beschlossene einheitliche Führerschein soll für mehr Sicherheit auf Europas Straßen sorgen und den Verkehrspolizisten der verschiedenen Länder die Arbeit erleichtern. Auch gegen Fälschungsversuche ist das neue Dokument dank Hologrammen und Mikrochips besser geschützt.

Ach ja, keine Sorge: Autofahrer, die ihren Führerschein umtauschen oder verlängern wollen, müssen keine erneute Fahrprüfung und auch keinen Gesundheitstest ablegen.