Ruft man sich einen 67er Ford Mustang vors geistige Auge, sieht man ein stattliches Muscle Car, das am Tag mehr säuft, als ein geschiedener Familienvater zu Weihnachten. Jedweder Gedanke an die Verkehrswende mit ihren leise schnurrenden E-Motoren wird vom satten Dröhnen eines V8 und dem knatternden Dunsthusten der Auspuffanlage im Keim erstickt. Und ausgerechnet diese automobile Ikone haben die findigen Tüftler des britischen Start-up-Unternehmens „Charge“ einer Elektrifizierung unterzogen. Cleverer Schachzug, um mit Vorurteilen aufzuräumen, oder reine Blasphemie? Urteilt selbst!

Bereits im letzten Jahr präsentierte das Unternehmen erste Pläne für ihre Vision eines E-Mustangs, den sie nun mit einer offiziellen Lizenz von Ford im Gepäck haben Realität werden lassen. Unter dem Nachbau der Karosserien des Fastbacks und des Convertible aus den 1960er Jahren speist eine 64-kWh-Batterie den 350-Kilowatt-Elektromotor, der es damit auf 476 PS und ein maximales Drehmoment in Höhe von 1.200 Newtonmeter bringen soll.

Laut Hersteller verfügt der E-Mustang über eine Beschleunigung, die den Wagen in 3,99 Sekunden von 0 auf 100 bringt. Zudem habt ihr die Wahl zwischen Allrad- und Heckantrieb. Aufgrund der Aerodynamik der klassischen Form erreicht der Wagen allerdings bloß eine Reichweite von rund 322 Kilometern. Geladen wird per Gleichstromanschluss mit bis zu 50 Kilowatt.

Während man von außen einem Klassiker huldigt, hat man sich im luxuriösen Inneren vom Tesla Model S inspirieren lassen und alles auf moderne Technologie getrimmt. Das alles hat aber natürlich seinen Preis. Für die Ausführung in der Grundausstattung müsst ihr bereits satte 300.000 Pfund (ca. 335.000 Euro) hinlegen. Dafür erhaltet ihr aber auch einen auf gerade mal 499 Fahrzeuge limitierten Stromer. Ihr müsst also schnell sein. Vorbestellen könnt ihr den Elektro-Mustang hier. Die Auslieferung soll im September erfolgen.

Quelle: efahrer.chip.de