Wenn ein Unternehmen einem Kultfilm gleich ein ganzes Auto als Verbeugung widmet, weiß man, dass sich zwei gesucht und gefunden haben. Wie im Falle von Ford und dem legendären Streifen „Bullitt“ mit Steve McQueen. Der raste seinerzeit als Lt. Frank Bullitt mit einem röhrenden Muscle Car über den Asphalt und lieferte sich packende Verfolgungsjagden. Ford ehrte den Film zum 50-jährigen Jubiläum mit einer Sonderedition, die seit August ausgeliefert wird.

Ein Filmklassiker kehrt zurück

Mit „Bullitt“ produzierte Steve McQueens Filmgesellschaft ihr Debüt – nicht ohne Grund, denn McQueen war bekennender Fan leistungsstarker Fahrzeuge und automobiler Power. Kein Wunder also, dass er und  Regisseur Peter Yates für „Bullitt“ auf beinharte Action und Highspeed-Verfolgungsjagden mit echten Stunts setzten, gedreht in den Straßen San Franciscos – nicht im Studio. Darunter eine der längsten, legendärsten Jagden der Filmgeschichte. Herzstück: der Mustang Fastback GT390.

Ein echter Hingucker

Die Formen des Klassikers zitiert der neue Mustang Bullitt erkennbar: dezente Chrom-Akzente am pechschwarzen Kühlergrill und Seitenfenstern, zwei Luftstutzen auf der Haube, reduzierte Embleme, vom Bullitt-Logo am Heck abgesehen. 19-Zoll-Leichtmetallräder, ganz klassisch mit fünf Speichen. Ein ansprechender Look, gehüllt in eine Karosserie in Montana-Grün. Innen: Schaltung mit Billard-Schaltkugel. Lediglich eine kleine, nummerierte Plakette am Armaturenträger begrüßt beim Einsteigen und offenbart: Man sitzt gerade im Mustang Bullitt.

Kraftpaket mit 460 PS Power

Wer den Motor anlässt, dem meißelt es keine drei Herzschläge später ein fettes Grinsen ins Gesicht: So herrlich „brabbelt“ nur ein 5-Liter-V8 mit Klappenauspuff. Unverkennbar amerikanisch. Der Sound des Bullitt ist satt. Sollte er aber auch besser sein: Mit 460 Pferdchen unter der ansprechenden Haube hat das Jubiläums-Pony-Car satte zehn PS mehr im Gepäck als selbst der alles andere als schwachbrüstige Mustang GT.

Nützliches Innenleben

Geschaltet wird von Hand, sechs Gänge bieten jede Menge Beweglichkeit und Varianz – einmal in Bewegung will das Grinsen des Fahrers gar nicht mehr nachlassen: Die Auspuffanlage massiert einen mit dem satten Bass des Bullitt, das Fahrwerk reagiert souverän – bei 263 km/h Spitzengeschwindigkeit dürfte es anders auch nicht sein.

Bei all der Performance hat Ford aber den praktischen Nutzen nicht vergessen: Der Kofferraum fällt mit 408 Litern geradezu luxuriös aus, ein sprachgesteuertes SYNC-3-Navi mit AppLink & Touchdisplay sowie eine Rückwärts-Parkkamera sind ebenso an Bord wie ein Sound System von Bang und Olufsen.
Fazit unserer Probefahrt: Filmreifer Fahrspaß mit Stil    

Ford möchte nur 52.500 Euro für den limitierten Ford Mustang Bullitt Edition – angesichts dessen, was dieses Geschoss für Nostalgiker, Filmfans und Anhänger schnörkelloser Power bietet, beinahe schon ein Spottpreis. Sollte euch der Wagen gefallen, haben wir jedoch traurige Kunde: Angesichts dieses Preis-Leistungsverhältnisses, des Kultcharakters von Fords Pony Car und der Tatsache, dass sich der Wagen seit August auf dem Markt befindet, ist der Bullitt quasi schon ausverkauft … Nun heißt es stark sein und bis zur nächsten Sonderedition warten…