Als Mann.tv-Redakteur liest man bei den Debatten unserer Leser auf Facebook über das Thema „Elektroauto versus Benziner“ öfter mal Sätze wie diese hier: „Jaja, sauschnell und elektrisch, aber nach zwei Stunden leer und dann darfste eine Stunde an der Tanke mit dem Kabel warten, bis der Akku wieder voll ist.“ Doch genau das könnte sich in Zukunft erledigt haben. Zumindest bei Toyota, Audi und Fiskers, deren Elektroautos in den kommenden Jahren auf die Technologie der Feststoffbatterie setzen sollen. Doch diese gilt als kälteanfällig. 

Elektroauto-Pionier Henrik Fisker ist dennoch ziemlich sicher, dass seine Fahrzeuge bereits ab 2024 mit der neuen Technologie unterwegs sein werden. Solche Feststoffbatterien sollen den heutigen Lithium-Ionen-Akkus weit überlegen sein, mehr Leistung bringen und eine Reichweite von 800 Kilometern garantieren. Gerade bei der Ladezeit dürften kritische Benziner-Fans mit den Ohren schlackern, wenn alles so stimmt: Die stehen nämlich noch zum Volltanken fünf Minuten an der Zapfsäule, wenn der Feststoff-Akku nach nur einer Minute bereits vollgeladen sein soll.

Fiskers: Kinderkrankheiten bald behoben

Da keine Elektrolyt-Flüssigkeiten mehr zum Einsatz kommen, sollen solche Akkus besonders temperaturresistent sein. Fiskers ist überzeugt: Technische Probleme und Kinderkrankheiten, darunter ein etwaiger Leistungsverlust bei niedrigen Temperaturen oder auch höhere  Herstellungskosten, würden in den nächsten Jahren mit hoher Wahrscheinlichkeit gelöst. 2018 will das Unternehmen das neue Elektroauto „Emotion“ auf den Markt bringen, allerdings noch mit einem herkömmlichen Lithium-Ionen-Akku ausgerüstet.

Auch Lithium-Ionen-Akkus für Elektroautos werden laut einem Bericht von „T-Mobile“ immer günstiger: 600 Euro pro Kilowattstunde (kWh) betrugen die Kosten noch 2010, 2016 waren es nur noch 225 Euro, Tendenz fallend. Man darf gespannt sein, ob Fiskers optimistische Prognose zum Thema Feststoffakku-Entwicklung sich bewahrheiten wird.

Quelle: t3n.de