Versicherungsbetrug ist ein Verbrechen. Logisch, immerhin täuscht man falsche Tatsachen vor, um Geld zu kassieren. Dies setzt zwangsläufig eine gewisse kriminelle Energie voraus. Allerdings sind die meisten Missetäter speziell hierzulande eher harmloser Natur. Ein kaputtes Handydisplay hier, ein Kratzer im Lack da. Man schadet ja schließlich keiner Person, sondern quetscht bloß ein bisschen Geld aus einem großen, bösen Konzern. Wie ihr im folgenden Video sehen werdet, ist man in anderen Ländern, was das betrifft, weit weniger brav und geht mit vollem Körpereinsatz an die Sache.

Es gibt Menschen, die bestreiten ihren Lebensunterhalt mit Kreativität. Das gilt im Arbeitsleben ebenso wie in der verbrecherischen Unterwelt. Da werden clevere Coups geplant, komplexe digitale Betrügereien oder neue Maschen ausgetüftelt. Dann wiederum gibt es – ebenso wie im legalen Leben – diejenigen, denen die kreative Ader zwar abgeht, die dafür aber die Befähigung und den Mut haben, stattdessen ihren Körper in die Waagschale zu werfen. Oder, wie in diesem Falle, auf die Motorhaube eines fahrenden Wagens.

Der Gedanke dahinter ist, behaupten zu können, man sei angefahren worden, um daraufhin Schmerzensgeld einfordern zu können. Eigentlich eine ziemlich naheliegende Idee, die in Zeiten von Dashcams jedoch immer weniger Erfolg verspricht. Mal ganz abgesehen davon, dass es so manch zornigen Fahrer gibt, der mehr als Willens ist, mit einer ordentlichen Tracht Prügel aus einer gefakten Verletzung ganz schnell eine echte zu machen. Ja, das Leben eines Versicherungsbetrügers auf der Straße ist schon hart. Erst recht, wenn man sich dabei so dämlich anstellt wie diese Herrschaften hier.