Momentan wird ein vom Verkehrsausschuss unterbreiteter Plan im Bundesrat diskutiert, der eine stufenweise Abfertigung beim Umtausch alter deutscher Führerscheine gegen fälschungssichere EU-Dokumente vorsieht.

„Bis zum Jahr 2028 sollten möglichst viele Alt-Führerscheine umgetauscht worden sein, da ab diesem Zeitpunkt auch die im Jahr 2013 ausgestellten Führerscheine ihre Gültigkeit verlieren und verlängert werden müssen“, betont der Verkehrsausschuss das Vorgehen im Bundesrat. Durch die stufenweise Abgabe soll sichergestellt werden, dass es nicht zu gewaltigen Engpässen kommt, weil plötzlich jeder zur letzten Frist seinen Führerschein umtauschen muss.

Interessantes: Auch wenn der Führerschein an sich als Dokument ungültig wird – die Fahrerlaubnis betrifft das Ganze nicht. Der Verkehrsausschuss hat jetzt Empfehlungen herausgegeben, bis zu welchem Stichtag der Umtausch durchgeführt werden sollte. Dies ist abhängig vom Ausstellungs- bzw. Geburtsdatum der Führerscheininhaber und wie folgt aufgeschlüsselt.

Vor 31.12.1998 = Geburtsjahr. Ab 01.01.1999 = Ausstellungsjahr

Bei Führerscheinen, die bis einschließlich 31. Dezember 1998 ausgestellt wurden, bildet das Geburtsjahr des Inhabers das maßgebliche Kriterium für das Umtauschdatum. Für Führerscheine, die ab dem 1. Januar 1999 – aber vor dem 19. Januar 2013 – herausgegeben wurden, ist hingegen das Ausstellungsjahr der entscheidende Faktor. Eine vollständige Auflistung, welche Fristen für den Tausch gelten, findet ihr beim ADAC.

In Kurzform bedeutet dies: Stammt ir aus den Jahrgängen 1953 bis 1971 (oder später), so müsst ihr spätestens zwischen dem 19. Januar 2022 und dem 19. Januar 2025 umtauschen. Habt ihr vor 1953 das Licht der Welt erblickt, könnt ihr euch bis zum 19. Januar 2033 gedulden. Führerscheine, die ab dem 1. Januar 1999 ausgestellt wurden, können frühestens ab dem 29. Januar 2026, spätestens aber bis zum 19. Januar 2033 umgetauscht werden.

Quelle: focus.de