Wer kennt es nicht: Neben den üblichen Berufstätigen im Kleinwagen gondeln täglich Tausende Lkws umher und verstopfen die Autobahn. Wenn dann auch noch ein Brummer zum Überholvorgang ansetzt und einen Elefantenkrieg anzettelt, ist der Stau vorprogrammiert. Da kann einem schon mal die Halsschlagader pochen. Doch laut einer Studie der EU-Kommission sind viele Lastkraftwagen ohne Fracht unterwegs.

Es ist ein Montag wie jeder andere: Man ist spät dran, hat vor Eile den Kaffee auf seine Hose verschüttet und springt mit Zahnpastaresten im Mundwinkel in die Karre, um schleunigst ins Büro zu brettern. Täglich platzt Fahrern und Pendlern auf Autobahnen der Kragen, weil Lkws die Straße blockieren. Eine Studie der EU-Kommission setzt dem ganzen Dilemma aber die Krone auf: Die meisten Brummer sind nicht einmal beladen - ein Fünftel aller LKWs in ganz Europa tingelt leer über die Straßen.

Grund für die frachtlosen Pötte sei der Behörde zufolge die Vorschrift zu sogenannten Kabotagen, also der Erbringung von Transportleistungen in einem Land von einem ausländischen Lkw-Unternehmen. Ohne diese Vorschriften könne die Zahl der Leerfahrten verringert werden, erklärte die Kommission. Die Verkehrsunternehmen könnten dann Lasten zusammenlegen und Rückfahrten nutzen. Laut Studie sollen diese Kabotage-Beschränkungen jährlich Kosten von bis zu 50 Millionen Euro verursachen. Effizient ist das nicht.