EU-Kommission: Neue Benzin- und Dieselautos sollen ab 2035 verboten sein – Die EU-Kommission plant, bis zum Jahr 2050 klimaneutral zu werden, und hat zu diesem Zweck ein umfassendes Gesetzespaket geschnürt. Damit geht ein erheblicher Wandel der Autoindustrie einher, will Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen den Verbrennern doch bis 2035 ein Ende gesetzt haben.

Neuwagen sollen ab dann keine Kohlendioxidemissionen mehr ausstoßen dürfen

Wie von der Leyen anlässlich der Präsentation des Klimaplans „Fit for 55“ in Brüssel erklärte, muss der Ausstoß von aktuell 95 Gramm CO2/Kilometer im europaweiten Flottenschnitt von Seiten der Autobauer um 55 Prozent gesenkt werden. Herkömmlicher Treibstoff soll außerdem mit einem CO2-Aufschlag belegt werden.

Auch Luft- und Schifffahrt müssen sich auf schärfere Regeln einstellen. Vorschläge sehen diesbezüglich vor, die kostenlosen Verschmutzungsrechte mit der Zeit wegfallen zu lassen. Darüber hinaus soll Kerosin mit einem nachhaltigen CO2-freien Kraftstoff vermengt und künftig besteuert werden. Für die Schifffahrt ist außerdem eine Verpflichtung zum Emissionshandel vorgesehen.

Ab 2026 soll eine Importabgabe auf klimaschädliche Produkte aus Drittländern eingeführt werden

Damit sich die Unternehmen auf die Neuerung einstellen können, sei von 2023 an eine Übergangsphase geplant. Ist diese vorüber, werden Importeure von Stahl, Aluminium, Zement und Düngemittel CO2-Zertifikate erwerben müssen, welche der Klimaschädlichkeit ihrer Einfuhren entsprechen.

Das Ganze hat den Zweck, EU-Unternehmen vor der Konkurrenz aus dem Ausland zu schützen, deren Produktion nicht vergleichbaren Klimaauflagen unterliegt, wie sie in der Europäischen Union gelten. Im Fokus stünden dabei vor allem Staaten wie Russland und China. Letzterer hatte erst wenige Stunden vorher bekanntgegeben, ebenfalls ein Emissionshandelssystem einführen zu wollen – noch in diesem Monat.

Quelle: spiegel.de