Erfolgsgeschichte: Autohersteller feiert 100. Geburtstag des Mercedes-Sterns – Dass Mercedes zu den ältesten Fahrzeugherstellern unserer Welt gehört, dürfte hinlänglich bekannt sein: Aufgrund der Tatsache, dass Gottlieb Daimler, der Erfinder des vierrädrigen Kraftfahrzeugs mit Verbrennungsmotor, für immer mit dem Namen der Firma verbunden sein wird. Weniger bekannt ist, dass auch das berühmte Logo ein stolzes Alter hat: Am 5. November feierte der Mercedes-Stern einhundertsten Geburtstag.

Eine stattliche Zahl, die sogar noch vor den 5. November 1921 zurückreicht. Seinerzeit meldete die Daimler-Motoren-Gesellschaft das erste Patent auf das Logo an, welches bis heute Bedeutung genießt. Damals saß der Stern übrigens auf dem Kühler, seitdem ist er an zunehmend prominenterer Stelle zu finden. Belegt ist der Mercedes-Stern sogar schon im Jahr 1909.

Er geht auf Daimlers Söhne zurück:

Nach dem Tod Daimlers im Jahre 1900 hatten sich diese erinnert, dass ihr Vater einer Postkarte, die den Familiensitz zeigte, einen Stern hinzugefügt hatte. Der Stern mit den drei Zacken gefiel ihnen, spiegelte er doch die Vorstellung ihres Vaters wider, einst „zu Lande, zu Wasser und in der Luft“ zu motorisieren. Ein erstes Patent auf den Stern, allerdings noch ohne umgebenden Ring, meldete Daimler somit am 24. Juni 1909 an.

Am 6. August 1909 kam das seinerzeit noch unabhängige Konkurrenzunternehmen Benz & Cie ins Spiel, meldete ein Logo an, bei dem der Schriftzug „Benz“ von einem Lorbeerkranz eingerahmt wurde. Zuvor war es ein Zahnrad gewesen, das nach den vielen Motorsport-Siegen von Benz durch den Lorbeer ersetzt worden war. Als die beiden Unternehmen 1924 miteinander verschmolzen, taten das auch ihre Logos:

Der Lorbeer umarmte fortan den dreizackigen Stern.

Die Unternehmen, aus reinem Zufall beide 1886 gegründet, kamen 1925 zusammen. Bei Daimler entschied man sich nach der Fusion für den Firmennamen Mercedes. Erstens, weil es ausländische Lizenznehmer gab, die ebenfalls den Namen Daimler verwendeten und man Verwechslungen vorbeugen wollten. Zudem fuhr der österreichische Geschäftsmann und Investor Emil Jellinek Daimler-Fahrzeuge, die Boliden hatte er zu Ehren seiner Tochter Mercedes getauft.

So soll das Unternehmen Daimler kurzerhand den Begriff übernommen haben. Übrigens reichte Daimler beim Patentamt 1921 auch einen vierzackigen Stern ein – dieser fand allerdings erst 1989 Verwendung. Seinerzeit wurde DaimlerChrysler Aerospace gegründet. Und da mit dem Weltraum ein vierter Arm zur Unternehmensphilosophie dazukam, verwendete dieses entsprechend den Stern mit vier Zacken.

Quelle: carscoops.com