Ein Kraftstoff, der sowohl Stickoxid- als auch CO2- und Feinstaubausstoß bei Benzinmotoren senkt, könnte eine Antwort in der momentanen Debatte zum Thema Luftbelastung sein. Der Bundesverband der deutschen Bio Ethanol Wirtschaft (BDBe) gab Vergleichstests in Auftrag, die dies offenbarten. Rollenprüfstandtests mit verschiedenen Autos zeigten, dass Super E10 im Vergleich zu anderen Kraftstoffen für weniger Emissionen sorgte.

Für die Untersuchung wurden fünf Autos aus verschiedenen Fahrzeugklassen abwechselnd mit Super E10 und Super (E5) betankt und daraufhin geprüft. Dabei offenbarte sich, dass die Verwendung von Super E10 bei Stickoxidemissionen im Vergleich zu Super (E5) für eine Senkung um durchschnittlich 25 Prozent sorgte. Der Feinstaubausstoß verringerte sich um mehr als 70 Prozent. Gleichseitig sank bei manchen Fahrzeugen der Kraftstoffverbrauch.

So schluckte ein Opel Corsa im Test mit Super E10 zwei Prozent weniger Kraftstoff als mit Super (E5) im Tank. Seit der Einführung von Super E10 wird von vielen Seiten angenommen, dass dieses im Gegensatz zu konventionellen Kraftstoffen durch den geringeren Heizwert von Bioethanol einen Mehrverbrauch mit sich bringt. Dies konnte durch die Tests nicht bestätigt werden.

BDBe-Geschäftsführer Stefan Walter erläutert die Untersuchung:

Für unsere Tests fiel die Wahl auf gängige und zulassungsstarke Pkw-Modelle der Automarken BMW, Ford, Opel, Renault und VW aus verschiedenen Fahrzeugklassen. Nachdem die Frage der Autofahrer zur Verträglichkeit ihrer Motoren mit Super E10 durch die Informationsplattform www.e10tanken.de verlässlich beantwortet werden kann, zeigen die Prüfstandtests die Emissionsvorteile der – zudem noch preisgünstigeren – Benzinsorte Super E10.“

E10 offenbart somit sein Potenzial, die von der EU gesteckten Klimaschutzziele für den Verkehr zu unterstützen oder gar zu erreichen und zugleich die innerstädtische Belastung mit Stickoxiden und Feinstaub zu senken. Stefan Walter betont:

„Durch keine andere Maßnahme im Verkehr lassen sich problemlos, in kürzester Zeit und ohne Einschränkung der individuellen Mobilität, die klima- und gesundheitsschädlichen Emissionen wirksamer reduzieren, als durch das Tanken von Super E10. Damit hat es jeder Autofahrer selbst in der Hand, mehr für Klima- und Umweltschutz zu tun, als bisher.“