E-Transporter zu verkaufen: Handwerker verscherbelt alte Postautos – Mit einer cleveren Geschäftsidee im Kopf hat ein Schlosser aus Hannover der Deutschen Post über 1.000 ausgemusterte Elektrofahrzeuge abgekauft. Diese will er nun wieder auf Vordermann und zu einem Spottpreis an den Mann zu bringen.

Ein kompakter E-Transporter für läppische 8.990 Euro

Manche der Streetscooter, die Handwerker Bernd Biank der Post abgekauft hat, haben dabei nicht einmal 100 Kilometer auf der Uhr. Andere wiederum schon bis zu 30.000. So oder so garantiert Biank die Lieferung eines fahrbereiten Fahrzeuges an den Kunden – inklusive TÜV. Für Großabnehmer und Gewerbetreibende gibt es sogar Rabatte.

Wie der Hannoveraner der „Bild“ sagte, zählen bereits ein Apotheker, ein Hotelier, ein Friedhofsgärtner sowie ein Angelverein zu seinen Kunden. Um die Bordtechnik wieder flottzumachen, muss zuweilen jedoch gepuzzelt werden:

„Die Handbremse ist vom Polo, die Vorderbremsen sind vom Golf IV, die hinten vom Audi A3.“ 

Auch eine Rückfahrkamera sowie ein Totwinkelassistent seien mit an Bord. Gefahren werden dürfen die Transporter von allen Besitzern eines ganz gewöhnlichen Autoführerscheins. Allerdings muss einem klar sein, dass die Ex-Post-Fahrzeuge eine Reichweite von gerade mal 80 Kilometern haben, und das Laden an der Steckdose gut sieben Stunden in Anspruch nimmt.

Die von Biank aufgekauften Wagen stammen zum größten Teil aus der ersten Produktionsserie der Streetscooter-Flotte der Post von 2016. Viel zu tun also, weshalb Biank zur Aufbereitung mittlerweile drei Mitarbeiter beschäftigt. 

„Aus zehn Stück machen wir sieben oder acht fertig.“

Und es scheint sich zu lohnen: Nach Angaben des Schlossers, seien bereits um die 60 bis 70 Prozent seines Bestandes verkauft. Nicht zuletzt auch dank der Unterstützung eines befreundeten Gebrauchtwarenhändlers.

Quelle: focus.de