Karma zu Weihnachten: Mann versucht, Schneemann zu überfahren  – Selbst Menschen ohne Kinder und entsprechende Kinderbücher dürfte die Figur des „Grinch“ ein Begriff sein. Nicht zuletzt wegen des erfolgreichen Kinofilms, bei dem Jim Carrey in die Rolle des Weihnachtshassers schlüpfte. Man könnte meinen, eben dieser Bösewicht – der Grinch, nicht der Komiker – habe bei diesem klassischen Fall von Karma am Steuer gesessen und wurde weihnachtlich eingeseift.

Cody Lutz und seine Verlobte Lucy sowie deren Schwägerin wollten sich Ende 2019 einen Winterspaß der besonderen Art gönnen. Das Paar aus dem Norden von Kentucky in den USA nahm die eisige Jahreszeit zum Anlass, einen gewaltigen Schneemann zu errichten: Satte 2,75 Meter maß der Koloss, der am Ende im Garten ihres Häuschens stand. Denn Lucy stammt aus Mississippi, hatte noch nie in ihrem Leben vor der Beziehung so viel Schnee gesehen.

Ergo sollte auch ein Schneemann her, der dem entsprach.

Da Cody aus Buffalo stammt und damit Blizzards und harte Winter gewohnt ist, wollte er mit seiner Verlobten einen Koloss errichten, der den Schneemengen angemessen war. Nach dem Bauwochenende machte sich Cody am Montagmorgen auf den Weg zur Arbeit – als er abends zurückkehrte, war die untere Kugel des Schneemanns entstellt, eingedrückt und von Spuren gezeichnet. Durch einen Aufprall eines Autos.

Der hatte freigelegt, was die Kugel bis dato verborgen hatte: Denn als Fundament für „Frosty“ diente bei der gewaltigen Größe ein Baumstumpf von nicht zu unterschätzenden Ausmaßen. Dieser hatte in Codys Abwesenheit dem Autofahrer eine weihnachtliche Lektion in Sachen Karma erteilt. Denn der hatte allem Anschein nach versucht, den Schneemann mit dem Pkw zu zerstören, unwissend welche Überraschung in Frostys Basis versteckt war.

Frosty lächelte am Ende des Wintermärchens immer noch – und die Legende besagt, dass er jedes Jahr zu Weihnachten zurückkehren wird, um Grinches am Steuer eine Lektion zu erteilen …