In unserer kleinen „Heiße Öfen, die kaum einer kennt“-Ecke haben wir heute ein ganz besonderes Schmankerl für euch. Denn die Dodge Tomahawk fällt nicht nur durch ihr extravagantes, an den Art-déco-Stil angelehntes Design auf, sondern ist auch noch das schnellste Bike der Welt. Theoretisch zumindest, denn bislang hat es keiner gewagt, die Konzept-Maschine auszufahren. Wie sich zeigte, war die Idee, den 10-Zylinder-Motor einer Dodge Viper in einem Bike verbauen zu wollen, am Ende dann doch nicht so genial, wie die Ingenieure wohl ursprünglich gedacht hatten. 

Wenn man 8,2 Liter Hubraum in einem Motorrad unterzubringen versucht, muss man halt gewisse Kompromisse eingehen. Im Falle der Tomahawk führte dies jedoch dazu, dass die Maschine schwer (680 kg), unhandlich und gerade für ungeübte Fahrer schlicht nicht zu beherrschen war. Und so wurde die tatsächliche Leistungsfähigkeit des Kriegsbeils zu einem theoretischen Konstrukt, ohne jemals in der Realität auf den Prüfstand gestellt worden zu sein.

Als die Tomahawk 2003 anlässlich der Detroit Auto Show der Öffentlichkeit vorgestellt wurde, bezifferten die Offiziellen die Höchstgeschwindigkeit des 506 PS starken Kraftpaketes noch mit unfassbaren 680 km/h. Einige Jahre später reduzierte man die Zahl jedoch auf 400 km/h und Chryslers „Chief Operating Office“ Wolfgang Bernhard sollte im Nachhinein zugeben, dass niemand die Tomahawk jemals schneller als 160km/h gefahren hat.

Da der Maschine keine offizielle Straßenzulassung zuteil wurde, deklarierte man die Tomahawk letztendlich als „rollendes Kunstwerk“, von dem gerade mal neun Exemplare gebaut und für jeweils über 500.000 Dollar an Sammler verkauft wurden.

Quelle: quora.com