Es scheint, als würden wir alle bereits Elektroautos fahren, bis das Thema Dieselskandale durch ist. Nun werden neue Täuschungs-Vorwürfe gegen einen Kernhersteller der deutschen Auto-Industrie erhoben: Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) möchte, dass BMW-Dieselfahrzeuge, die möglicherweise eine Abschalteinrichtung besitzen, technisch überprüft werden. Scheinbar gibt es Hinweise auf Mauscheleien.

Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer der DUH, dazu: „Die vorliegenden Messergebnisse sind sehr klare Indizien dafür, dass hier unzulässige Abschalteinrichtungen in der Motorsteuer-Software vorhanden sind.“ Solche Geräte sind in der Lage, den Schadstoffausstoß von Kfz zu beeinflussen, zuletzt hatte VW den massenhaften Einsatz solcher illegalen Einrichtungen bei seinen Dieselfahrzeugen zugegeben. Resch spricht sich für eine vollständige Entfernung solcher Geräte aus.

Verkehrsministerium schaltet sich ein

Überdies verlangte Resch „eine Überprüfung und gegebenenfalls Entzug der Typengenehmigung und einen amtlichen Rückruf für alle Fahrzeuge, die über eine illegale Abschalteinrichtung verfügen.“ Der Bundesgeschäftsführer will die Untersuchungsergebnisse seiner Verbraucherschutzorganisation den zuständigen Behörden aushändigen.  Am Montag hatte seine nichtstaatliche Umweltschutzorganisation offenbart, einen Diesel-BMW getestet und dabei Anzeichen für eine Abschalteinrichtung auf die Schliche gekommen zu sein.

Das getestete Modell: ein BMW 320d, der im Straßenbetrieb untersucht wurde – dabei kamen deutlich höhere Abgaswerte ans Licht, als Labortests und Herstellerangaben offenbarten.  BMW nahm die Vorwürfe nicht kommentarlos hin: Die Fahrzeuge des Münchner Traditionsunternehmens würden grundsätzlich „jeweils gültige[n] gesetzliche[n] Vorschriften“ erfüllen und seien nicht manipuliert. Nun geht das Bundesverkehrsministerium den Vorwürfen auf den Grund – es hat das Kraftfahrt-Bundesamt eingeschaltet.

Quelle: bild.de