Diesel-Skandal: Verbraucherschützer fordern Schadenersatz von Daimler – Der Diesel-Skandal hat in der Automobilwelt große Wellen geschlagen. Nun wollen Verbraucherschützer Fahrzeughersteller Daimler an den Kragen und vor Gericht ziehen. Das Ziel der „Verbraucherzentrale Bundesverband“ (vzbv) ist es, für alle Mercedes-Fahrer, die vom Diesel-Skandal betroffen sind, Schadensersatz einzuklagen.

Manipulation von Abgaswerten

Laut des Vorstands der Verbraucherzentrale Klaus Müller wurde bereits erfolgreich eine Musterfeststellungsklage gegen Daimler vor dem Oberlandesgericht Stuttgart eingereicht. Daimler wird von den Verbraucherschützern vorgeworfen, dass sie bei bestimmten Fahrzeugen wissentlich Abgaswerte manipuliert haben sollen.
 
Die Verbraucherzentrale Bundesverband erklärt im Detail: „Anlass sind zahlreiche Rückrufe des Kraftfahrtbundesamtes von Mercedes GLC- und GLK-Fahrzeugmodellen mit dem Motortyp OM651 aufgrund unzulässiger Abschalteinrichtungen. […] Mit dem Einbau solcher Vorrichtungen können Hersteller dafür sorgen, dass Fahrzeuge während der Typengenehmigung die zulässigen Grenzwerte für Abgase einhalten. Im Straßenverkehr überschreiten sie diese Werte dann aber deutlich.“

Die Hoffnung auf Rechtsklarheit

Klaus Müller sagte zur Musterfeststellungsklage: „Der vzbv geht davon aus, dass mit der Musterfeststellungsklage gegen die Daimler AG Verbraucherinnen und Verbraucher Schadensersatz verlangen können. Mögliche Betroffene erhalten die Gewissheit darüber, ob die Daimler AG in mehreren Fahrzeugmodellen absichtlich unzulässige Abschalteinrichtungen verbaut hat. […]

Trotz behördlicher Rückrufe bestreitet die Daimler AG bis heute, gezielt die Abgaswerte ihrer Fahrzeuge manipuliert zu haben. Das Oberlandesgericht Stuttgart soll dies nun feststellen. Für viele betroffene Verbraucher herrscht dann endlich Rechtsklarheit.“

Quelle: bild.de