Die Zukunft der Wohnwagen: Autarkes Solar-Wohnmobil schafft 730 Kilometer – Viele Autofahrer sind in Sachen E-Autos äußerst skeptisch – mit Blick auf das noch immer sehr lückenhafte Netz an Ladesäulen wohl nicht zu unrecht. Aber wie wäre es denn, wenn das elektrische Fahrzeug keine Ladesäulen mehr braucht – und es sich dabei auch noch um ein luxuriöses Wohnmobil handelt?

Klingt zu schön, um wahr zu sein, ist es aber nicht: Niederländische Studenten der technischen Universität Eindhoven – das „Solar Team Eindhoven“ – haben ein Wohnmobil vorgestellt, welches durch Solarenergie ein solches Maß an Autarkie erreicht, dass es nicht nur zum Fahren, sondern auch zum darin Leben reicht.

„Stella Vita“ heißt das neueste Mitglied der „Stella“-Fahrzeugfamilie.

Die Entwickler haben mit besonders effizienten Elektrofahrzeugen bereits mehrfach die Bridgestone World Solar Challenge gewonnen, und befinden sich mit dem Solarcamper aktuell auf einer Tour durch Europa, um den Menschen ihr neuestes Baby in der Praxis näherzubringen.

Das Fahrzeug ist als energieautarkes „Haus auf Rädern“ konzipiert. Durch die Solarzellen auf dem Dach wird eine Ladestation obsolet und genug Energie erzeugt, „um zu fahren, zu duschen, fernzusehen, den Laptop aufzuladen und Kaffee zu kochen“.

Das Dach lässt sich im Stand hochschieben, so dass man sich innen bequem hineinstellen kann. Durch zusätzliche ausklappbare Solarpaneele lässt sich die Solarfläche zudem auf 17,5 Quadratmeter verdoppeln. Die Einrichtung sei laut den Entwicklern so leicht und effizient wie möglich gestaltet worden.

„Stella Vita“ soll an einem sonnigen Tag bis zu 730 Kilometer weit fahren können.

Zwar ist das Wohnmobil nicht mit Blick auf die Massenproduktion entworfen worden, könnte laut den Entwicklern jedoch theoretisch bereits in fünf Jahren marktreif sein. Die Technologie sei da, die Verbraucher müssten sich nur noch für die Idee eines solchen Gefährtes erwärmen, wie es heißt.

„Um diesen Übergang zu beschleunigen, werden wir während unserer Reise so viele Menschen in Europa wie möglich für eine nachhaltige Zukunft inspirieren“, erklärte Kjell Revenberg, Teamleiter des Solar Team Eindhoven.

In nur einen Monat wolle man von Eindhoven bis zur südlichsten Spitze Spaniens reisen – ausschließlich mit autark erzeugter Sonnenenergie, versteht sich.

Mit der „Lightyear One“ steht ein weiteres Projekt aus der Feder ehemaliger Mitglieder des Solar Teams jedoch noch deutlich näher an der Serienreife.

Der Stromer, welcher dank seiner Solarmodule mit nur einer Akkuladung bis zu 700 Kilometer weit fahren kann, soll bereits 2022 auf den Markt kommen und den Weg für den Massenmarkt für Solar-Elektroautos ebnen.

Quellen: ecomento.de , efahrer.chip.de