Eine „normale“ V12-G-Klasse von Mercedes-Benz ist euch zu langweilig, zu unauffällig oder zu schwach? Falls dies der Fall ist, bietet der Tuner Brabus die perfekte Alternative. Der Brabus 900 „One of Ten“. Hinter dem Namen verbirgt sich eine auffällige, starke und teure G-Klasse, die in einer limitierten Auflage von zehn Exemplaren zum Preis von 666.000 Euro auf die Beine gestellt wurde. Zum ersten Mal wurde dieser auf der IAA in Frankfurt gezeigt.

Beginnen wir gleich mit dem Herzstück, dem Motor. Der Umbau basiert auf dem 630 PS starken 6,0-Liter-V12-Aggregat aus dem AMG G 65. Durch die Installation einer Spezialkurbelwelle mit längerem Hub, der Kombination aus vergrößerten Zylinderbohrungen, geschmiedeten Kolben und neuen Spezialpleueln wird der Hubraum auf satte 6,3 Liter erweitert. Anstelle der beiden Serienturbos kommen Lader mit größerer Verdichtereinheit und Turbine sowie modifizierten Auspuffkrümmern zum Einsatz, die einen höheren Ladedruck als die Serienteile produzieren. Außerdem gehören 80 Millimeter starke Downpipes, staudrucksenkende Metallkatalysatoren, eine klappengesteuerte Edelstahl-Hochleistungsauspuffanlage, ein neues Ansaugmodul mit speziellem Luftfiltergehäuse und vergrößertem Ansaugquerschnitt sowie eine neue Motorelektronik zu dem Antriebsupgrade.

Das Resultat kann sich sehen lassen: Das 6,3-Liter-V12-Biturbo-Triebwerk erreicht bei 5.500 Umdrehungen pro Minute eine Spitzenleistung von 900 PS. Das maximale Drehmoment von 1.500 Newtonmeter würde hingegen bereits bei 4.200 Touren anliegen. Brabus begrenzt das Drehmoment elektronisch auf 1.200 Newtonmeter. In Kombination mit dem Siebengang-Automatikgetriebe und permanentem Allradantrieb katapultiert sich der 900 „One of Ten“ in 3,9 Sekunden auf Tempo 100. Bei 270 km/h ist dann aber auch Schluss, dort setzt der Begrenzer ein. Das auch für alle normalen G-Klassen erhältliche Adaptiv-Fahrwerk hat Brabus zusammen mit Bilstein verfeinert. Es bietet zwei Setups (komfortabel oder sportlich), welche über einen blau beleuchteten Aluminiumknopf in der Mittelkonsole angewählt werden können.

Optisch setzt Brabus wie gewohnt auf einen hochaggressiven Ausdruck. Der Tuner versieht die kantige G-Klasse mit einem genauso kantigen Breitbaukit, das zu großen Teilen aus Carbon gefertigt wurde und den Benz um zwölf Zentimeter verbreitert. Brabus steckt 23-Zöller in die Radkästen und verpasst dem Dach einen Satz LED-Zusatzscheinwerfer. Im Innenraum wurde der G900 mit einer Volllederausstattung (sogar der Boden ist mit der Tierhaut bezogen) mit verschiedenfarbigen Ziernähten sowie einem Alcantara-Dachhimmel mit Glasfaser-Lichtleitern ausgeschmückt. Die Rücksitzbank wurde durch zwei Einzelsitze mit Mittelkonsole samt 4,3-Zoll-Touchscreen und vielen weiteren Funktionen ersetzt. Der Kofferraum erhielt integrierte Staufächer und ein Subwoofer-System.

Quelle: Fotos: gearpatrol.com