Der Heilige Gral der Lamborghinis: Von diesem Miura SVJ gibt es nur 3 Stück – „Der Korse“. Bei einem solchen Namen denkt man als Filmfreund vielleicht an einen Agentenfilm zwischen den späten 50er und 70er Jahren. So im Stile von „der Schakal“ oder „Der dritte Mann“. Doch weit gefehlt: Es handelt sich hier um eine Schönheit von einem Automobil, so rar und mit solch einmaligen Formen, dass gestandene Supercar-Fans ohne Scham eine Träne verdrücken dürften: der Lamborghini Miura SVJ.

Gerade mal drei Stück der überragenden Schönheiten existieren auf unserem Erdball – mehr wurden nie von Grundauf konstruiert. Wie das Magazin „Carscoops“ berichtet, steht nun ein solcher SVJ zum Verkauf, genauer eben: „Der Korse“. Wie man sich vorstellen kann, nicht unbedingt zu einem Spottpreis – wobei wir dies bloß vermuten können, denn das Portal „Kidston“ listet ihn zwar, hat aber noch keinen Preis veröffentlicht. „Carscoops“ vermutet eine 7-stellige Summe.

Auf Wunsch eines Testfahrers konstruiert

Der Lamborghini Miura SVJ geht zurück auf Vorstellungen des Unternehmens-Testfahrers Bob Wallace. Seinerzeit sehnte sich der nach einer vom Motorsport inspirierten Variante. Also wurde ein Prototyp von Grund auf nach den Vorstellungen des Rennfahrers geschaffen. Diese Version verfügte über ein Freifluss-Abgassystem, einen modifizierten V12 und ein deutlich reduziertes Innenleben.

Dieser Prototyp wurde später an einen gewissen Doktor Alfredo Belponer verkauft – kam aber nie beim Kunden an. Es ereignete sich ein Hochgeschwindigkeitsunfall bei der Lieferung. Weil Autonarren einen ebensolchen an dem einzigen Miura SVJ gefressen hatten, nachdem der den Weg allen Irdischen ging, ließ man sich im italienischen Mutterwerk von Lamborghini erweichen:

Auf Kundenwunsch gab es weitere SVJs

Es wurden drei brandneue Versionen von Grund auf neugebaut – sowie eine Handvoll SVs zu Miura SVJs umgebaut. Der Wagen aus der Auktion ist einer der drei „reinen“, enorm seltenen Neubauten. Er ist auch als „Der Korse“ oder „Das korsische Auto“bekannt. Ursprünglich war er für einen französischen Architekten konstruiert worden, war seinerzeit silbergrau lackiert. Doch seitdem zogen viele Jahre ins Land, nun ist er im Farbton „Rosso Granada“ gehalten.

Restaurationsarbeiten begannen 2009 und wurden im Jahr 2012 abgeschlossen. Was den Wagen umso begehrter macht: Es stehen gerade mal 19.582 Kilometer auf dem Tacho und er stand noch nie in irgendeinem Verkaufskatalog. Kein Wunder also, dass „Der Korse“ für Lamborghini-Fans so etwas wie den Heiligen Gral darstellt. Mag dem Verfasser vielleicht jemand so 20, 30 Milliönchen leihen?

Quelle: carscoops.com