Der ADAC rechnet nach: Sind E-Autos im Unterhalt günstiger als Verbrenner? – Im Rahmen eines aktuellen Autokostenvergleiches ist der ADAC der Frage nachgegangen, ob man dieser Tage tatsächlich sparen kann, wenn man sich für ein Elektro-Fahrzeug entscheidet. Mit Blick auf staatliche Förderungen von bis zu 9.000 Euro ist allein die Anschaffung zum Teil schon günstiger als die eines Benziners oder Dieselfahrzeuges. Aber das ist natürlich nicht der einzige Kostenfaktor.

Laut dem ADAC stellen nicht die aktuell hohen Spritpreise, sondern der Wertverlust des Fahrzeuges den größten Kostenfaktor dar.

Zwar wurden nahezu alle auf dem deutschen Markt erhältlichen gängigen Elektroautos sowie Plug-in-Hybride mit Benzinern oder Dieseln mit vergleichbarer Motorleistung und ähnlicher Ausstattung verglichen, eine Beispielrechnung anhand zweier Volkswagen-Modelle verdeutlich die Ergebnisse aber am besten.

In den Ring treten der Stromer ID.3, den man ab 36.960 Euro bekommt, und der mildhybridisierte Golf 1.5 eTSI, der ab 32.460 Euro gehandelt wird.

Als Grundlage für die Berechnungen betrachtete man die Unterschiede hinsichtlich der Versicherungskosten, der Kfz-Steuer, der Ausgaben für Wartung und Reparaturen, des Reifenverschleißes, der Kraftstoff- beziehungsweise Stromkosten sowie einer Pauschale für die Pflege des Fahrzeugs.

Zugrundegelegt wurde dabei eine durchschnittliche Haltedauer von fünf Jahren mit einer Jahresfahrleistung von 15.000 Kilometern. In Sachen Kraftstoffpreise zog man den Durchschnitt der vergangenen drei Monate heran.

Wie sich zeigte, kommt das E-Auto den Halter insgesamt tatsächlich günstiger zu stehen.

So wirkten sich laut dem ADAC-Vergleich neben den niedrigeren Versicherungskosten und Kfz-Steuern auch die geringeren Wartungskosten positiv auf die Gesamtbilanz aus. Auf den Kilometer gerechnet kostet das E-Auto 47,2 Cent, während der Benziner mit 56,9 Cent zu Buche schlägt.

Damit wäre der elektrische ID.3 letztlich selbst dann noch günstiger, wenn der Händler einen Preisnachlass von 15 Prozent für den Benziner-Golf einräumen würde – was dieser Tage aber ohnehin eher unwahrscheinlich ist.

Dafür kann man allerdings Umweltprämien geltend machen, welche den Kaufpreis des Stromers im Vergleich zum Benziner um rund 5.000 Euro drücken und den Werteverlust entsprechend kompensieren.

Quelle: bild.de