Gerade während des WM-Fiebers kann es öfters vorkommen, dass sich jemand nach dem einen oder anderen Liter Bier noch hinter das Steuer eines Fahrzeuges setzt. Während es in Deutschland mit Geldbußen und dem Entzug des Führerscheins getan ist, wird in Dänemark zu drastischeren Mitteln gegriffen. Denn hier werden seit gestern, dem 1. Juli, die konfiszierten Pkw der besoffenen Autofahrer zwangsversteigert. Die neue Regelung gilt auch für Touristen.

Sollte der Fahrer eines Fahrzeugs die 2,0-Promille-Grenze überschritten haben, wird demnach also nicht bloß für drei Jahre der Führerschein entzogen, sondern auch gleich das heißgeliebte Auto an jemand anderen weitergereicht. Autofahrer, die die 1,2-Promille-Grenze überschritten haben, verlieren ebenfalls ihr Auto, sofern sie innerhalb der vergangenen drei Jahre schon einmal mit mehr als 0,5 Promille am Steuer erwischt wurden.

Eine Entschädigung gibt es für den Betrunkenen nicht und auch einen Widerruf lassen die Dänen nicht zu. Die Einnahmen aus der Versteigerung wandern übrigens direkt in die Staatskasse. Sicherlich kein schlechtes Geschäft, gerade vor den Sommerferien. Man darf gespannt sein, ob diese Regelung auch in Deutschland eingeführt wird.