Emma Freeman hat es geschafft. Ob aus eigener Kraft, oder einfach nur weil ihr Mann sündhaft viel Geld verdient, wissen wir nicht, aber sie gehört eindeutig zur Upper Class. Eine Tatsache, die sie mit ihrem Porsche –  in dem Emma auch mal ihre Perser-Katze durch die Straßen Londons kutschiert –  gerne und oft zur Schau stellt. Nun gebühren einer wohlhabenden Dame wie Emma natürlich auch entsprechende Rechte. Es kann je schließlich nicht angehen, dass eine derart reiche Frau sich an die gleichen Regeln halten muss, wie das elende Bauernpack. Sie zahlt ja schließlich auch entsprechend Steuern.

Emma ist es gewohnt, zu bekommen was sie möchte. Und wenn sie mal schnell einen Brief einwerfen muss oder kurz ein kleines Vermögen zum Einkaufen abheben möchte, dann parkt sie ihren 80.000 Dollar Porsche halt direkt davor am Straßenrand. Bushaltestelle? Pah, soll der Pöbel halt warten.

Was Emma nicht wusste war, dass nicht alle Menschen niederer Abstammung erpicht darauf sind, den Saum ihres Kleides zu küssen, und viele stattdessen sogar eher einen sehr tief sitzenden Hass gegen Menschen entwickelt haben, die auf andere herabblicken.

Dummerweise gehört der Busfahrer, der just in diesem Moment die seinem Fahrzeug zugedachte Haltestelle ihrem wahren Zweck zuzuführen gedachte, zu eben jener Gattung Mensch, die auf eine derartige Arroganz so gar nicht kann. Und wenn zwei solcherlei ausgeprägte Geisteshaltungen im Straßenverkehr aufeinandertreffen, dann kracht es halt.