Eine beinahe rechtwinklige Kurve bei 200 Sachen zu nehmen, das ist schon mehr als ein Wagnis. Wahnsinn trifft es eher. Doch genau das versucht der Fahrer dieses Audi RS3 in dem folgenden Video, welches er glücklicherweise glimpflich überstanden hat. Schaut man sich an, was hier passiert, ist das ein wahres Wunder.

Mit 400 Pferdchen unter der Haube und einer Beschleunigung, die ihn in vier Sekunden von null auf 100 katapultiert, ist so ein Audi RS3 ein gehöriges Kraftpaket. Ein solches Auto sollte man beherrschen, insbesondere dann, wenn man es richtig ausfahren möchte. Kommt dann noch eine Unkenntnis der Streckenverhältnisse hinzu, kann das Ergebnis ganz schön hässlich sein – wie wir aus der Ego-Perspektive durch die Frontscheibe dieses RS3 miterleben. Bei dem Tempo folgt der Wagen nicht dem Kurvenverlauf, sondern kracht frontal in die Streckenbegrenzung und überschlägt sich.

Zugetragen hat sich die Situation auf der alten Chimay Straßen-Rennbahn in Belgien, auf der zwischen 1929 und 1972 der „Grand Prix des Frontieres“ stattfand. Später wurde die Strecke aus Sicherheitsgründen für lange Rennen geschlossen und stattdessen für andere Austragungsformen gekürzt. Eine echte Rennstrecke also, auf der man bei einem solchen Tempo jede Kurve aus dem Effeff kennen und die Bremspunkte im Hinterkopf behalten sollte, wenn man sein Auto ausfahren möchte. Etwas, das der Fahrer definitiv nicht getan hat.

Glücklicherweise ist nicht nur die Leistung des Wagens vom Feinsten gewesen, sondern auch das Sicherheitskonzept: Die Airbags haben ihren Dienst geleistet – kurz nach dem Überschlag hört man bereits die Stimmen der Insassen, bis auf leichte Verletzungen sind sie nicht zu Schaden gekommen – nur deshalb zeigen wir euch dieses Video überhaupt.