In Zeiten von Klimawandel und CO2-Belastungen wird das Thema Umwelt kontrovers diskutiert. Schon länger ist wegen der steigenden Belastungen für die Luft und der Erderwärmung auch eine CO2-Steuer im Gespräch. Nun wurden Details publik, die beleuchten, mit welchen Kosten deutsche Autofahrer wegen der in einigen Monaten zu erwartenden Steuer rechnen dürfen. Diese Einzelheiten wurden von Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) offenbart. 

Momentan ist die Bundesregierung noch emsig damit beschäftigt, die Möglichkeit einer solchen Steuer auf Herz und Nieren zu überprüfen. Im Kern wird der neue Entwurf sämtliche fossilen Brennstoffe betreffen, neben Benzin und Diesel also auch Heizöl und Erdgas, die für den Nutzer mit höheren Kosten verbunden sein werden. Das Ganze soll einen Anreiz bieten, auf alternative Energiequellen und Elektroautos zu wechseln.

Auf lange Sicht will die Bundesregierung so die gesteckten Klimaziele realistisch umsetzen. Grundlage für die CO2-Steuer stellt der finanzielle Schaden dar, den die Verbrennung von Kohlendioxid darstellt. Die Freisetzung von CO2 ist es, die maßgeblich an der klimabeeinflussenden Erderwärmung beteiligt ist. Der Preis wird dabei pro Tonne Kohlendioxid festgelegt.

Diese Festlegung wird konkret auf Kraftstoffe aufgeschlagen

Etwa zehn bis zwölf Cent mehr wären es pro Liter Benzin, 2020 würde mit Einführung der Steuer der Sprit also 1,60 Euro und nicht um die 1,50 Euro kosten, während der Diesel sogar mit 13 Cent und mehr pro Liter zu Buche schlagen würde.

Diese Preise ziehen an, um die Klimaziele zu realisieren, manchen Berechnungen zufolge steigt der Benzinpreis binnen der nächsten fünf Jahre sogar um bis zu 42 Cents, da auch die Preise für verbrannten Kohlenstoff im Umrechnungsmodell mit zunehmender Annäherung der Fristjahre steigen werden. Die Preise würden also noch weiter klettern.

Wichtig ist im Bundesumweltministerium, dass das CO2-Steuerkonzept Geringverdiener nicht stärker belasten soll als bisher – die staatlichen Mehreinnahmen könnten an den Endverbraucher zurückfließen, etwa in Form einer Rückgabe-Pauschale oder durch Senkung der Stromkosten. Wer viel fliegt und fährt und höheres Einkommen hat, würde demnach auch weniger zurückerhalten.

So möchte die Regierung auch Protesten wie den Aufständen der „Gelbwesten“ in Frankreich entgegenwirken.

Quelle: autozeitung.de