Chipmangel: Vor allem gebrauchte Autos werden deutlich teurer – Der anhaltende Chipmangel bremst die Autoindustrie massiv aus – die Neuwagenproduktion liegt vielerorts brach. Das wiederum hat dazu geführt, dass der Gebrauchtwagenmarkt so stark frequentiert wird, dass die Preise dort derzeit extrem in die Höhe schießen. Eine Entspannung der Lage ist nicht in Sicht.

Wie der „Focus“ berichtet, gibt es dem Branchenexperten Ferdinand Dudenhöffer zufolge weniger Rabatte, da weniger Fahrzeuge produziert werden und auf den Markt kommen. Eine Entwicklung, die ihm zufolge anhalten wird.

So sei der Preis für einen typischen Neuwagen im August und September um 360 Euro gestiegen.

Auf dem Gebrauchtwagenmarkt fällt die Preissteigerung sogar noch extremer aus. Den Zahlen des Marktbeobachters Deutsche Automobil Treuhand (DAT) zufolge, wurden typische Gebrauchte mit einem Alter von drei Jahren um rund zweieinhalb Prozent teurer.

Zwar lägen bislang noch keine aktuellen Daten für den September vor, doch auch beim DAT befürchtet man, dass der Trend anhalten wird.

Ein DAT-Sprecher erklärt: „Der Gebrauchtwagenmarkt erlebt derzeit einen Höhenflug bei den Preisen.“

Mitschuld sei auch hier der Chipmangel, wichen doch Neukaufinteressierte mit Blick auf die Lieferengpässe zurzeit auf den Gebrauchtmarkt aus – nur um diesen wie leergefegt vorzufinden.

Um eine Entspannung herbeizuführen, bedarf es deutlich mehr Autos, doch diese können vonseiten der Industrie derzeit schlicht nicht geliefert werden. Wie das Münchener Ifo-Institut bekanntgab, klagen derzeit 96,7 Prozent der Unternehmen in der Autoindustrie über Lieferengpässe.

Quelle: focus.de