Chang Li Explorer: Mann testet billigsten Pick-up der Welt – Wenn sich ein Fahrzeug eines Titels wie „billigster Pick-up der Welt“ „rühmen“ kann, dann darf man schon mal neugierig werden. Insbesondere, wenn man sich für alle Autos interessiert, unabhängig davon, ob es sich um millionenschwere Hypercar-Boliden oder eben die klassische Rostlaube vom Gebraucht-Gebrauchtmarkt handelt. Fest steht: Autos, die von beiden Extremen abweichen, mag es geben, aber „unfassbar billig“ ist genauso einen Blick wert wie „unglaublich teuer“.

Das ist mitnichten nur Meinung des Verfassers, das sieht man wohl auch beim überaus erfolgreichen Autokanal „Supercar Blondie“ auf YouTube so, der seit seinen bescheidenen Anfängen mittlerweile zu mehr als zehn Millionen Nutzern (Stand dieses Artikels) explodiert ist. Wer den Kanal kennt, weiß, dass man dort unvergleichliche Einblicke in die neuesten Schlager der Automobilbranche erhält – dort auch schon einmal Fahrzeuge wie „Mercedes' Vision der Zukunft“ als Premiere serviert bekam.

Das Fahrzeug, das am Anfang des Videos in einer Kiste steckt, stellt hingegen das ultimative Gegenteil eines jeden Supercars dar:

Es handelt sich um den Chang Li Explorer, von dem wir euch auf unserem kleinen Portal vor einiger Zeit schon einmal eine frühe Version gezeigt haben. Doch hier wird mit dem Explorer eben die Pritschenwagen-Variante des chinesischen Billigheimers ausgepackt. Ein echtes Unboxing-Video, wie sie sich auf YouTube seit langem großer Beliebtheit erfreuen. Als Erstes gilt es, die Frachtkiste aufzuschrauben, in welcher der Kleinstwagen schlummert. Also zückt Moderator Nathan Bain den Akkuschrauber und es geht los.

Das erweist sich aufgrund einiger Bleche und des Metallgerüsts der Kiste als weniger einfach als anfangs angenommen. So wird erst nach und nach ein kirschroter Winzling zutage gefördert, in den der Moderator gerade so hineinpasst. Mit 2.000 US-Dollar – umgerechnet rund 1.860 Euro – kostet das Elektroauto deutlich weniger als ein hochwertiges E-Bike. Dennoch sind etliche Extras wie unter anderem Dachgepäckträger oder elektrische Fensterheber verbaut. Oder besser: Sie liegen bei. Montieren muss man die selbst.

Beim Blick in den Innenraum soll sich zudem zeigen:

Neben einem berührungsempfindlichen Display ist gar eine Klimaanlage an Bord. Alles angetrieben von einem Verbund aus Akkus unter dem Chassis, welchen man uns bei „Supercar Blondie“ auch nicht vorenthält. Dann soll die Fahrt losgehen – doch das Gestell unterm Wagen samt Transportsicherung stellt den Test vor weitere Hürden. Schließlich aber wird der kleine Stromer des chinesischen Unternehmens Alibaba angelassen und darf losrollen. Einige Merkmale des Kleinstwagens:

Er verfügt selbst in seiner Klasse über eine hydraulische Kippvorrichtung, die laut Test von Nathan Bain tadellos funktionieren soll. Leider liefert Alibaba nur wenige technische Details: Die Reichweite des Zwergs soll unter 100 Kilometern liegen, auch die Pferdestärken entsprechend schwachbrüstig sein. Ein Ladezyklus für die Akkus soll acht bis zehn Stunden erfordern. Ist man erst einmal auf den 12-Zoll-Rädern mit hydraulischen Scheibenbremsen unterwegs, darf man mit einer Höchstgeschwindigkeit in der Ebene von 45 Stundenkilometern rechnen.

Quelle: supercarblondie.com